anöden

GrammatikVerb · ödete an, hat angeödet
Aussprache
Worttrennungan-öden (computergeneriert)
Wortzerlegungan-1öden
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich jmdn. langweilen
Beispiele:
eine einförmige Landschaft, einfältige Person, ein geistloses Gesellschaftsspiel ödet jmdn. an
daß der andere mit seinem Gefasel die Leute anödet [SeghersMann57]
2.
salopp jmdn. belästigen
Beispiele:
Halbwüchsige, Betrunkene öden Passanten an
Da sind gewisse Rauhbeine, die wollten mich anöden [H. MannUnrat1,466]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Leser Publikum bald gegenseitig öden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anöden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In den fünfziger Jahren fühlte sich die jamaikanische Unterklasse zusehends von ihrer Musik angeödet.
Die Welt, 16.02.2001
Bald beginnen sie, sich zu wehren; denn das Spiel ödet sie an.
Süddeutsche Zeitung, 27.11.1997
Dafür läßt er sich auch ein paar Tage lang gründlich anöden.
o. A.: EIN EHRENWERTER DEUTSCHER. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1984]
Diesmal verstehe ich die Worte; aber der snobistische Sinn bleibt mir teils verschlossen, teils ödet er mich an.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1925. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1925], S. 217
Viel zu oft hatten wir uns angeödet, provoziert und gestritten.
Die Zeit, 02.11.2005, Nr. 44
Zitationshilfe
„anöden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/anöden>, abgerufen am 19.04.2019.

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