allegorisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungal-le-go-risch (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›allegorisch‹ als Erstglied: ↗allegorisieren
eWDG, 1967

Bedeutung

sinnbildlich
Beispiele:
eine allegorische Darstellung, Figur
ein allegorisches Bild
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Allegorie · allegorisch
Allegorie f. ‘Sinnbild, Gleichnis’, Darstellung eines abstrakten Begriffs, einer allgemeinen Wahrheit in einem Bilde, häufig in einer Personifikation, entlehnt (Anfang 16. Jh.) aus gleichbed. lat. allēgoria, griech. allēgoría (ἀλληγορία); vgl. griech. állos (ἄλλος) ‘ein anderer’ und agoré͞uein (ἀγορεύειν) ‘öffentlich reden, verkünden, kund tun’. allegorisch Adj. ‘sinnbildlich, gleichnishaft’ (Anfang 16. Jh.), entsprechend gleichbed. kirchenlat. allēgoricus, griech. allēgorikós (ἀλληγορικός).

Thesaurus

Synonymgruppe
allegorisch · ↗gleichnishaft · ↗sinnbildhaft · ↗symbolisch
Synonymgruppe
allegorisch · ↗bildlich · ↗gleichnishaft · im Gleichnis (ausdrücken) · im übertragenen Sinn · ↗metaphorisch · ↗parabolisch · ↗sinnbildhaft · ↗sinnbildlich  ●  ↗symbolisch  Hauptform · (als) zweite Bedeutungsebene  geh. · mit Verweischarakter  geh. · ↗zeichenhaft  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausdeutung Auslegung Beiwerk Bildersprache Bildprogramm Bildsprache Darstellung Deckengemälde Deutung Einkleidung Emblem Exegese Figur Frauengestalt Lesart Personifikation Schriftauslegung Singspiel Szenerie Tableau Umdeutung Verkörperung Zwischenspiel emblematisch metaphorisch mythisch mythologisch symbolisch verschlüsselt Überhöhung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›allegorisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zu allegorischen Bildern verbrämt, zeigen sich dort selbst offenherzig dekolletierte Damen.
Die Zeit, 02.10.1992, Nr. 41
Aber dieser befrachtete allegorische Apparat schwebt nicht in einem geschichtsfernen Raum.
Der Spiegel, 13.02.1989
Symbolische Handlungen haben naturgemäß nur gleichnishaften, kaum je allegorischen Sinn.
Rendtorff, H.: Allegorie. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 821
Demungeachtet aber ist Musik - nicht dem Gefallen der Autoren, sondern ihrem eigenen Wesen nach - dem allegorischen Drama innig vertraut.
Benjamin, Walter: Ursprung des deutschen Trauerspiels. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.) Gesammelte Schriften, Bd. 1,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1928], S. 386
Zum Volksglauben stellt er sich freundlich und sucht ihn durch allegorische Auslegung zu rechtfertigen.
Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie. In: Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 7095
Zitationshilfe
„allegorisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/allegorisch>, abgerufen am 26.04.2019.

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