acht

GrammatikKardinalzahl
Wortbildung mit ›acht‹ als Erstglied: ↗8-fach · ↗8-stellig · ↗8-zylindrig · ↗Achteck · ↗Achtender · ↗Achter · ↗Achterkreisen · ↗Achterlauf · ↗Achterreihe · ↗Achterwagen · ↗Achtgroschenjunge · ↗Achtgroschenstück · ↗Achtkampf · ↗Achtling · ↗Achtmeter · ↗Achtmonatskind · ↗Achtpunktschrift · ↗Achtstundentag · ↗Achtundvierziger · ↗Achtzylinder · ↗Achtzylindermotor · ↗achtbändig · ↗achteinhalb · ↗achtfach · ↗achtjährig · ↗achtkantig · ↗achtklassig · ↗achtmal · ↗achtsemestrig · ↗achtstellig · ↗achtstöckig · ↗achttausend · ↗achtundvierzig · ↗achtzehn · ↗achtzylindrig
 ·  mit ›acht‹ als Letztglied: ↗Coeuracht · ↗Herzacht · ↗Nullacht · ↗Schellenacht
 ·  mit ›acht‹ als Binnenglied: ↗08/15 · ↗null-acht-fünfzehn · ↗nullachtfünfzehn
 ·  mit ›acht‹ als Grundform: ↗achte
eWDG, 1967

Bedeutung

8
Beispiele:
die Zahlen von eins bis acht
acht und zwei ist zehn
in Reihen zu acht(en) marschieren
die ersten acht
Sport die Mannschaft gewann 8:4 (acht zu vier) (= die Mannschaft erzielte acht Tore, der Gegner vier)
es schlägt acht (Uhr)
er kommt vor, gegen acht
um, Punkt, Schlag acht (= genau acht Uhr)
er wird, ist acht (Jahre alt)
ein Kind von acht Jahren
er arbeitet täglich acht Stunden
das kostet acht Euro
die Zahl Acht
eine arabische Acht schreiben (= »8« schreiben)
eine römische Acht schreiben (= »VIII« schreiben)
Eislauf eine Acht fahren, laufen
salopp eine Acht bauen (= durch einen Sturz die Felgen des Fahrrades verbiegen)
Kartenspiel ich habe vier Achten (= vier Karten mit je acht Zeichen)
umgangssprachlich mit der Acht fahren (= mit einem Wagen der Straßenbahnlinie 8 fahren)
die Acht kam mir immer vor wie meine dicke enggeschnürte Dame [EichendorffTaugenichts3,24]
Eislauf Aber Melusine lachte nur und fuhr fort ... Achten zu ziehen [Hausm.Überfall266]
veraltet als wir uns [beim Tanz] scheiden mußten, um die große Achte zu machen [GoetheWertherI 19,33]
acht Tageeine Woche
Beispiele:
in, vor, nach, binnen, seit acht Tagen
heute, gestern, Mittwoch vor acht Tagen
über acht Tage, alle acht Tage
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

acht · achter2 · Achtel · achtzehn · achtzig
acht Num. ahd. (8. Jh.), asächs. ahto, mhd. aht, eht, mnd. acht(e), mnl. achte, nl. acht, aengl. ehta, eahta, ahta, engl. eight, anord. ātta, schwed. åtta, got. ahtau führt mit aind. aṣṭā́, aṣṭáu, awest. ašta, toch. B ok(t), toch. A okät, griech. oktṓ (ὀκτώ), lat. octō, air. ocht, lit. aštuonì, aslaw. osmь (gebildet zur Ordinalzahl osmъ ‘der achte’), russ. vósem’ (восемь) auf ie. *ok̑tō(u) ‘acht’, offensichtlich eine Dualform, die auf Grund einer alten Viererrechnung als ‘zweimal vier’ aufzufassen ist und vielleicht (bei awest. ašti- ‘Breite von vier Fingern’) als ‘zweimal vier Finger’ (die ‘Knöchelreihe’ jeder Hand ohne Daumen) gedeutet werden darf; vgl. Muller in: IF 44 (1927) 137. Alle weiteren Anknüpfungen jedoch, z. B. an die Wurzel ie. *ak̑-, *ok̑- ‘spitz’ (im Hinblick auf die vier Fingerspitzen) oder an ie. *ku̯etu̯ōr ‘vier’, bleiben unsicher. achter2 Num. Ord. ahd. ahtō̌do (9. Jh.), mhd. ahtode, ahtede, ahte, asächs. ahtodo, mnd. achte(de), mnl. acht(t)e, nl. achtste, aengl. e(a)htoþa, engl. eighth, anord. ātti, got. ahtuda. Achtel n. mhd. ahteil (im Ahd. noch unverbunden ahto teila ‘der achte Teil’); vgl. mnd. achtedēl. achtzehn Num. ahd. ahtozehan (9. Jh.), mhd. ahzehen. achtzig Num. ahd. ahtozo (8. Jh.), ahtozug (9. Jh.), mhd. ah(t)zec (s. ↗-zig).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Jahr Kilometer Klasse Meter Milliarde Million Minute Monat Person Platz Prozent Punkt Sekunde Semester Spiel Stunde Tag Tor Treffer Woche Zentimeter etwa fast insgesamt knapp mindestens neun rund sieben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›acht‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier werde in diesem Jahrzehnt jeder achte Job verloren gehen.
Die Welt, 09.01.2003
Wir stehen auf dem achten Platz, das ist sehr schön.
Der Tagesspiegel, 05.10.2001
Ihr Zug ging um kurz nach acht, 20 Uhr 12.
Kopetzky, Steffen: Grand Tour, Frankfurt am Main: Eichborn 2002, S. 402
Es war aber schon acht Uhr, und draußen regnete es.
Rinser, Luise: Mitte des Lebens, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1952 [1950], S. 267
Es war gegen acht Uhr, noch hielt sich der Tag.
Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 6
Zitationshilfe
„acht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/acht>, abgerufen am 20.04.2019.

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