absättigen

GrammatikVerb
Worttrennungab-sät-ti-gen
Wortzerlegungab-sättigen
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Chemie abgesättigt sein (= zu keiner weiteren Reaktion oder Bindung mehr fähig sein)
2.
Psychologie (ein Bedürfnis) befriedigen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei der Synapsis ist offenbar die Paarung von zwei Strukturen bereits "abgesättigt" und nicht mehr fähig, eine dritte homologe Struktur zu binden.
Bresch, Carsten: Klassische und molekulare Genetik, Berlin u. a.: Springer 1965 [1964], S. 71
Auf diese Weise wird der Schwefelgehalt unter 1 v. H. gesenkt, gleichzeitig werden die ungesättigten Kohlenwasserstoffe aus minderwertigem Gasöl abgesättigt.
Die Zeit, 15.03.1956, Nr. 11
Besser ist es aber, die Adsorptionskräfte des Eisen-Niederschlags durch Zugabe wägbarer Mengen von Barium abzusättigen.
Angewandte Chemie, Ausgabe A, Bd. 59, Nr. 1, 1947
So wie die Orientierungsreaktion als organismische Elementarreaktion die verhaltensrelevanten Merkmale in Gedächtnisbesitz überführt, so wird ein Orientierungsbedürfnis erst durch aktive Informationsaufnahme und -speicherung abgesättigt.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 909
Zitationshilfe
„absättigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/absättigen>, abgerufen am 14.11.2019.

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