Zugkraft, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungZug-kraft (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Zugkraft‹ als Grundform: ↗zugkräftig
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
Physik Kraft, die einen Körper in eine bestimmte Richtung zieht
Beispiele:
damit ein Eisenbahnzug fahren kann, muss die Zugkraft seiner Lokomotive größer sein als die entgegenwirkenden Widerstandskräfte
das Pferd als lebendige Zugkraft
2.
übertragen Anziehungskraft, die eine Sache auf Menschen ausübt
Beispiel:
diese Parole, dieses Schauspiel hat eine große Zugkraft
Person, die Anziehungskraft hat
Beispiel:
Dabei aber bin ich ... viele Jahre eine Zugkraft der deutschen Bühne gewesen [DurieuxTür113]

Thesaurus

Synonymgruppe
Wirkungskraft · Zugkraft
Synonymgruppe
Anziehung · ↗Anziehungskraft · Zugkraft
Assoziationen
Synonymgruppe
Anziehungskraft · ↗Attraktion · ↗Attraktivität · ↗Ausstrahlung · ↗Faszination · Zugkraft  ●  ↗Glanz  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Drehzahl Druckkraft Lokomotive Motor Name Newtonmeter Spitzenkandidat Tonne Unterbrechung Wähler aushalten ausüben besitzen beweisen einbüßen enorm entfalten fehlend kommerziell maximal nachlassen nachlassend nötig tierisch ungebrochen unterbrechen verlieren vertrauen zutrauen überschätzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zugkraft‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Angesichts der Erfahrungen anderer Länder verlor dieses Argument jedoch an Zugkraft.
Die Zeit, 31.10.2011, Nr. 44
Dabei hat jeder seine Zugkraft und beide sind wir stark.
Der Tagesspiegel, 20.03.2002
Es entstehen nur Zugkräfte; daher ist eine sparsame Bemessung möglich.
o. A.: Lexikon der Kunst - D. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 20945
Um 1600 verlor der Chordialog seine Zugkraft, der monodische Stil drang auch hier durch.
Noack, Elisabeth: Dialog. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 25525
Um im Tempo des neuen Jahrhunderts die Arbeitsfülle zu bewältigen, kann der Bauer die Zugkraft auf dem Hofe verhältnismäßig leicht vermehren.
Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 258
Zitationshilfe
„Zugkraft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Zugkraft>, abgerufen am 22.04.2019.

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