Zeugung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zeugung · Nominativ Plural: Zeugungen
Aussprache
WorttrennungZeu-gung (computergeneriert)
Wortzerlegungzeugen1-ung
Wortbildung mit ›Zeugung‹ als Erstglied: ↗Zeugungsglied · ↗Zeugungskraft · ↗zeugungsfähig · ↗zeugungsunfähig
 ·  mit ›Zeugung‹ als Letztglied: ↗Jungfernzeugung
DWDS-Verweisartikel, 2016

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von zeugen1Quelle: DWDS, 2016
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zeugen1 · Zeugung · erzeugen · Erzeuger · Erzeugnis
zeugen1 Vb. ‘herstellen, hervorbringen’ (heute selten), ‘ein Lebewesen entstehen lassen, Kinder hervorbringen’, ahd. giziugōn ‘etw. (als Besitz, Vermögen) nachweisen’, ziugōn ‘zustande bringen’ (um 1000), mhd. ziugen ‘herstellen, (ein Buch) verfassen, anschaffen, ausrüsten, beweisen, Zeugnis ablegen’, mnd. (ge)tǖgen ‘beschaffen, hervorbringen, beweisen, Zeugnis ablegen’, mnl. ghetūghen ‘beschaffen, beweisen, Zeugnis ablegen’, nl. getuigen ‘bezeugen, bekunden’. Das Verb (eigentlich ‘etw. heranschaffen, heranziehen’) ist etymologisch an das unter ↗Zeug (s. d.) behandelte Substantiv anzuschließen. Die alte Bedeutung ‘beschaffen, verfertigen’ tritt im 17. Jh. zurück, hält sich jedoch im Sinne von ‘hervorbringen’ in dichterischer oder gehobener Sprache; allgemein gilt dafür erzeugen (s. unten). Die im Mhd. auftretende Verwendung ‘geschlechtlich hervorbringen’ wird vom 17. Jh. an vorherrschend. In der Rechtssprache übliches zeugen ‘be-, nachweisen, Zeugnis ablegen’ liegt von da an semantisch weit ab und wird als eigenständiges Verb empfunden (s. ↗zeugen). Zeugung f. ‘Fortpflanzung, Keimlegung für Nachkommenschaft’ (16. Jh.), mhd. ziugunge ‘das Machen, Tun’. erzeugen Vb. ‘hervorbringen, herstellen, produzieren’, mhd. erziugen ‘hervorbringen, machen lassen, die Kosten wovon bestreiten, ausrüsten’; Erzeuger m. ‘Hersteller, Produzent’, Erzeugnis n. ‘das Hervorgebrachte, Produkt’ (beide 18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akt Augenblick Befruchtung Embryo Empfängnis Erziehung Fortpflanzung Fruchtbarkeit Geburt Göttin Labor Lebensdesign Logo Nachkomme Nachkommenschaft Nachwuchs Probe Reagenzglas Retortenbaby Schwangerschaft Sexualität Vorgang Zeitpunkt ewig geschlechtlich göttlich künstlich leiblich natürlich sprachlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zeugung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das hatte Kant bereits mit dem "Akt der Zeugung" im Sinn.
Der Tagesspiegel, 31.05.2001
Er hatte ihr die Zeit verschafft, diese Zeugung zu vollziehen.
Kerner, Charlotte: Blueprint Blaupause, Weinheim: Beltz & Gelberg 1999, S. 22
Wir haben es gelernt, sexuelle Erfüllung vom Zwang der Zeugung unabhängig zu machen.
Süddeutsche Zeitung, 16.01.1998
Die Kraft der Zeugung muß sich verwandeln in Kraft der Auferweckung.
Müller, L.: Russische Religionsphilosophie. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 27827
Nach dem sechsten Kind hat überhaupt, dem günstigen Rasseprozeß zufolge, keine Zeugung mehr stattzufinden.
Meisel-Hess, Grete: Die sexuelle Krise. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8652
Zitationshilfe
„Zeugung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Zeugung>, abgerufen am 17.08.2019.

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