Zerwürfnis, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Zerwürfnisses · Nominativ Plural: Zerwürfnisse
Aussprache
WorttrennungZer-würf-nis
eWDG, 1977

Bedeutung

gehoben Entzweiung, Streit, heftige Auseinandersetzung
Beispiele:
zwischen ihm und ihr kam es zu einem tiefen Zerwürfnis, zu schweren Zerwürfnissen
häusliche, eheliche Zerwürfnisse
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zerwürfnis n. ‘Entzweiung, Bruch, Streit, Zank’ (16. Jh.), mhd. zerwerfnüsse f., zu zerwerfen ‘auseinanderwerfen, zerbrechen, uneins werden, sich entzweien’, ahd. ziwerfan (8. Jh.), zirwerfan (9. Jh.) ‘durcheinanderwerfen, zerstreuen, zerstören’, mhd. zerwerfen, auch ‘sich entzweien, streiten, zanken’ (s. ↗werfen).

Thesaurus

Synonymgruppe
Zerwürfnis  ●  ↗(offener) Bruch  fig. · ↗Riss  fig. · ↗Brouillerie  geh., veraltet, franz.
Assoziationen
  • Differenzen · Meinungsverschiedenheiten · Unstimmigkeiten  ●  ↗Dissens  geh.
Synonymgruppe
Auseinandersetzung · ↗Clinch · ↗Geplänkel · ↗Gerangel · ↗Hakelei · ↗Rangelei · ↗Scharmützel · ↗Streiterei · ↗Streitigkeit · ↗Unfrieden · ↗Zank · Zerwürfnis · ↗Zwist · ↗Zwistigkeit  ●  ↗Streit  Hauptform · Differenzen  geh. · ↗Hader  geh. · ↗Hickhack  ugs. · ↗Klinsch  ugs., regional · ↗Knatsch  ugs. · ↗Krach  ugs. · Querelen  geh. · ↗Stunk  ugs. · ↗Wickel  ugs., österr. · ↗Zankerei  ugs. · ↗Zoff  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auslöser FDP-Landtagsfraktion Gerücht Irak-Konflikt Irak-Krieg Irak-Krise Irak-Politik Irakkrieg Keim Schwesterpartei Streiterei Unionist amerikanisch-europäisch anbahnen deutsch-amerikanisch deutsch-französisch ehelich greifend inner innereuropäisch innerparteilich intern irreparabel schlichten tief tiefgehend tiefgreifend transatlantisch unheilbar unüberbrückbar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zerwürfnis‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein paar Stunden früher am Abend deutete noch nichts auf das Zerwürfnis hin.
Süddeutsche Zeitung, 24.10.2002
Zerwürfnisse, die nach 1815 oft eintraten, kamen nicht von ihm.
Günter de Bruyn, Die Finckensteins: Berlin: Siedler 1999, S. 88
Geredet haben sie seit ihrem Zerwürfnis jedenfalls nicht mehr miteinander.
Der Tagesspiegel, 02.08.1999
Und andererseits sollte doch von unserem Zerwürfnis niemand etwas wissen.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 26.01.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Einmal hatte ich allerdings ein ernstes Zerwürfnis mit dem Bauern.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Zitationshilfe
„Zerwürfnis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Zerwürfnis>, abgerufen am 21.07.2019.

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