Zenit, der oder das

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zenit(e)s · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Zenit · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Zenit(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungZe-nit
HerkunftArabisch → Italienisch
Wortbildung mit ›Zenit‹ als Erstglied: ↗Zenitteleskop
eWDG, 1977

Bedeutung

Scheitelpunkt
Beispiel:
die Sonne, ein Stern steht im Zenit, hat den Zenit überschritten
gehoben, bildlich Höhepunkt
Beispiel:
er steht im Zenit seines Lebens, Ruhmes, Erfolges
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zenit m. (älter auch n.) ‘senkrecht über dem Betrachter liegender gedachter Punkt am Himmelsgewölbe, Scheitelpunkt’ (noch bis 1. Hälfte 20. Jh. meist Zenith geschrieben), Entlehnung (Ende 15. Jh.) aus dem Roman., wohl aus gleichbed. ital. zenit (älter auch zenith), das wie mfrz. cenith, mfrz. frz. zénith auf span. cenit zurückgeht; vgl. ferner mlat. zenith, cenit(h) (hiervon oder aus dem Mfrz. engl. zenith). Zugrunde liegt arab. samt ar-ra’s ‘Scheitelpunkt’, eigentlich ‘Weg, Richtung des Kopfes’. Arab. samt ‘Weg, Straße’, Bezeichnung der arabischen Astronomen für einen bestimmten Ort am Himmelsgewölbe, lautet in vulgärer Aussprache semt, was bei Wiedergabe mit lateinischen Buchstaben nach mittelalterlicher Transkriptionsgewohnheit *zemt ergeben hätte. Offenbar durch einen Lesefehler wird das -m- dieser Form in -ni- geändert. Seit Anfang des 19. Jhs. steht Zenit(h) im Dt. häufig auch übertragen für ‘Höhepunkt, Gipfelpunkt (einer Entwicklung)’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gipfel · ↗Gipfelpunkt · ↗Höhepunkt · ↗Maximum · ↗Optimum · ↗Scheitelpunkt · ↗Spitze · Zenit  ●  ↗Blüte  fig. · ↗Blütezeit  fig. · ↗Klimax  fachspr. · ↗Kulmination  geh. · ↗Kulminationspunkt  fachspr.
Assoziationen
Antonyme
  • Zenit

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ansehen Beliebtheit Erfolg Karriere Können Laufbahn Leistungsfähigkeit Leistungsvermögen Macht Machtentfaltung Petersburg Popularität Ruhm Schaffen Schaffenskraft Sonne Wirken abtreten angelangen anlangen entgegenstreben erklimmen erreichen künstlerisch markieren nähern sportlich vorläufig zustreben überschreiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zenit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Immerhin, seit einigen Tagen scheint der Zenit der Proteste überschritten.
Die Welt, 13.09.2004
Aber dabei bleibt es nicht, denn finanziell ist der Zenit wohl überschritten.
Der Tagesspiegel, 30.11.1998
Hitler befand sich nach diesem spektakulären Sieg auf dem Zenit seiner Macht.
Buchbender, Ortwin u. Sterz, Reinhold (Hg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 46
Eine große blauglühende Meteorkugel schoß aus dem Zenit und tauchte hinter den Rauchenden Berg, eine lange, leuchtende Spur hinterlassend.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 973
Bis es sich loslöst vom Horizont und wieder über den Zenit gleitet.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 641
Zitationshilfe
„Zenit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Zenit>, abgerufen am 25.08.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Zenerdiode
Zenana
Zen
Zemstwo
Zementwerk
zenital
Zenitalregen
Zenitdistanz
Zenithöhe
Zenitteleskop