Zeitgefühl, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungZeit-ge-fühl (computergeneriert)
WortzerlegungZeitGefühl
eWDG, 1977

Bedeutung

Fähigkeit, zu empfinden, wie spät es ist, wie lange etw. dauert, gedauert hat
Beispiel:
Sein Zeitgefühl, das im Menschen nie schläft, sagte ihm, sicher seien schon viele Stunden des Tages verstrichen [A. ZweigGrischa322]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufhebung Ausdruck Verlust aufheben ausdrücken modern schwinden subjektiv verlieren verlorengehen verändern verändert vorherrschend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zeitgefühl‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mein Zeitgefühl ist hier fast schon verloren gegangen, jeder Tag sieht so aus wie der andere.
Die Zeit, 21.10.2008, Nr. 36
Die beiden Frauen in dem Stück, beide um die sechzig, formulieren vielleicht etwas von seinem eigenen Zeitgefühl.
Der Tagesspiegel, 23.03.2005
Ich war ohne Zeitgefühl, es dauerte endlos und dauerte auch wieder gar nicht so lange, da dämmerte es.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1945. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1945], S. 28
Da er inzwischen ein recht gutes Zeitgefühl bekommen hat, meldet er sich pünktlich zurück.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 253
Das Zeitgefühl ist aufgehoben; man ist gleichzeitig zu stumpf und zu überreizt, man ist überfüllt mit Gegenwart.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 112
Zitationshilfe
„Zeitgefühl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Zeitgefühl>, abgerufen am 19.04.2019.

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