Zauberer, der

Alternative SchreibungZaubrer
GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungZau-be-rer ● Zaub-rer (computergeneriert)
Wortzerlegungzaubern-er
Wortbildung mit ›Zauberer‹ als Letztglied: ↗Tastenzauberer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zauber · zaubern · bezaubern · verzaubern · Zauberer · Zauberei · Zauberstab
Zauber m. ‘magische Handlung, magische Kraft, geheimnisvolle Ausstrahlung, unwiderstehlicher Reiz’, ahd. zoubar m. n. (8. Jh.), mhd. zouber n. m. ‘Zauberhandlung, -mittel, -spruch’, mnd. mnl. tōver, anord. (nur Plur.) taufr n., auch taufrar m., taufrir f. ‘Zaubermittel, Zauberei’ führen (mit grammatischem Wechsel) auf germ. *taubra-, *taufra- ‘Zauberei, Zaubermittel, -spruch’. Dazu vielleicht auch aengl. tēafor ‘Roteisenstein, Rötel’ als Färbemittel für Zauberzeichen (Runen). Herkunft unbekannt. zaubern Vb. ‘Zauberei treiben, Zauberkunststücke vorführen’, ahd. zoubarōn (10. Jh.), mhd. zoubern, mnd. mnl. tōveren, nl. toveren; bezaubern Vb. ‘einen Zauber, Reiz ausüben, entzücken, begeistern’, ahd. bizoubarōn (9. Jh.), mhd. bezoubern; verzaubern Vb. ‘durch Zauberei verwandeln, durch seinen Reiz gefangennehmen’, ahd. firzoubarōn (Hs. 12. Jh.), mhd. verzoubern. Zauberer m. ‘wer zaubern kann, Magier, Zauberkünstler’, ahd. zoubarāri (8. Jh.), mhd. zouberære. Zauberei f. ‘das Zaubern, Magie, Zauberkunststück’, mhd. zouberīe. Zauberstab m. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beschwörer · ↗Hexenmeister · ↗Hexer · ↗Magier · ↗Schwarzkünstler · Zauberer  ●  ↗Magus  persisch, lat., griechisch
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Bühnenmagier · ↗Gaukler · ↗Illusionist · ↗Magier · ↗Trickkünstler · Zauberer
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akrobat Artist Bauchredner Clown Dompteur Drache Elfe Fee Feuerschlucker Feuerspucker Gaukler Hexe Hobbit Hüpfburg Jongleur Kobold Magier Medizinmann Pantomime Puppenspieler Schamane Seiltänzer Smaragdenstadt Wahrsager Wahrsagerin Zauderer Zuckerhut Zwerg bös zaubern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zauberer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Just in diese beengte Lage haben die Zauberer sie gebracht.
Die Welt, 23.06.2003
Und am Ende sieht man wieder den verdutzten Zauberer, dem es noch immer nicht gelungen ist, sein Eis zu essen.
Der Tagesspiegel, 14.05.1999
Man glaubt es auch jetzt zu sehen, aber nun war man einmal dem Zauberer gefolgt.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7537
Sah er nicht mit seinen dichten, immer drahtigstrubbeligen Haaren wie ein Zauberer aus?
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 132
Schon wenn die Sprache in die Geschichte eintritt, sind ihre Meister Priester und Zauberer.
Horkheimer, Max u. Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Amsterdam: Querido 1947 [1944], S. 24
Zitationshilfe
„Zauberer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Zauberer>, abgerufen am 19.04.2019.

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