Zacke, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zacke · Nominativ Plural: Zacken
Aussprache
WorttrennungZa-cke (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Zacke‹ als Erstglied: ↗Zackenkrone · ↗zackenartig · ↗zackenförmig
 ·  mit ›Zacke‹ als Letztglied: ↗Felsenzacke · ↗Felszacke · ↗Gabelzacke · ↗Mauerzacke · ↗Sternzacke
eWDG, 1977

Bedeutung

herausragender Teil (einer Masse), der oft in größerer Anzahl zwischen Lücken oder Kerben vorhanden ist
Beispiele:
ein Stern mit sechs Zacken
die schneebedeckten Zacken der Hochalpen
aus dem Rechen war eine Zacke ausgebrochen
ein Kamm, an dem mehrere Zacken fehlten
er hatte sich an einer Zacke der Kreissäge verletzt
Ein ... Batisttuch, in das sie eben die letzte Zacke der Ippe-Büchsensteinschen Krone hineinstickte [FontaneStechlinI 5,207]
Die im EKG aufgezeichneten Zacken entsprechen ... bestimmten Herzfunktionsphasen [Gesundheit1967]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zacke · Zacken · zackig2
Zacke f. Zacken m. ‘spitzzulaufendes, herausragendes, oft in größerer Anzahl in einer Reihe stehendes Gebilde, Spitze, Zinke, Zahn, Zinne’, mhd. (zuerst md.) zacke (m. f.?, belegt ist nur zacken Plur.) ‘Spitze, Zinke’ geht wohl zurück auf mnd. tack(e) ‘Ast, Zweig, Zacke’; vgl. ferner mnl. tacke, tac ‘mit Spitzen versehener Gegenstand, Spitze, Zweig’, nl. tak ‘Zweig, Ast’, engl. tack ‘Stift, Reißnagel, Zwecke’, auch mengl. takke, engl. to tack ‘lose befestigen, (an)heften’ (alle mit expressiv verschärftem Guttural?) sowie mnd. tagge ‘Zacke’, engl. tag ‘Stift, Spitze, Anhängsel’, to tag ‘mit einem Anhänger, Stift versehen, anheften’, schwed. tagg ‘Zinke, Zacke, Stachel, Dorn’. Die weitere Herleitung ist unklar. Erwogen wird Verwandtschaft mit mnd. tākel ‘Ausrüstung, Ackergerät, Schiffsausrüstung, Tauwerk und Hebezeug’, nhd.Takel (s. ↗Takelage) oder Übernahme aus einer Substratsprache, doch ist auch die Möglichkeit lautmalenden Ursprungs nicht auszuschließen, vgl. ↗zack Interjektion (s. d.) zur Wiedergabe einer kurzen, scharfen, vorstoßenden Bewegung (18. Jh.) und s. ↗Zickzack. Seit dem Frühnhd. stehen das Femininum Zacke und das Maskulinum Zacken (mit aus den flektierten Formen stammendem -n, älter vereinzelt auch Zacke, Zack) bedeutungsgleich nebeneinander. Redensartlich ist einen Zacken haben ‘leicht betrunken sein’ (Mitte 19. Jh.), sich keinen Zacken, keine Zacke aus der Krone brechen ‘sich nichts vergeben’ (1. Hälfte 20. Jh.). zackig2 Adj. ‘mit Zacken versehen, gezackt’ (1. Hälfte 18. Jh., vgl. älteres zackicht, 16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ecke · ↗Kante · ↗Spitze · ↗Vorsprung · Zacke · ↗Zinke · keilförmiges Stück
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Berg Bogen Gipfel Grat Kante Krone Kurve Rücken Spitz Spitze Stern Säge Tal Turm Zinne grün ragen scharf schroff spitz weiß wild

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zacke‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es gebe zwar eine entsprechende Versicherung, sie laufe nach aktuellen gesetzlichen Regelungen aber lediglich zehn Jahre, erläuterte Zacke.
Die Zeit, 05.09.2012 (online)
Die letzten Kurven bin ich nicht mehr auf der letzten Zacke gefahren.
Süddeutsche Zeitung, 26.01.2004
Eine grüne Linie wanderte waagrecht über den Monitor und zeichnete von Zeit zu Zeit eine schmale, senkrechte Zacke.
C't, 1994, Nr. 9
Daß jede Zacke des zierlich-monumentalen Baues an jenem Abend neu vor uns erstand, ist beiden Spielern zum Ruhme zu sagen.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 03.03.1927
Habe jede Zacke im Kurs mitgenommen, sogar vom Urlaubshotel aus geordert.
Der Tagesspiegel, 29.12.2001
Zitationshilfe
„Zacke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Zacke>, abgerufen am 18.10.2019.

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