Yankee, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Yankees · Nominativ Plural: Yankees
WorttrennungYan-kee
DWDS-Vollartikel, 2016

Bedeutung

(häufig) abwertend US-Amerikaner, besonders Bewohner der Nordstaaten der USA bzw. Neuenglands
Beispiele:
Die leicht verblichenen [American Express] Zertifikate tragen die Originalunterschriften der Firmengründer […]. Ein geschichtsbewusster Yankee blätterte dafür 48000 Euro auf den Tisch. [Die Welt, 30.01.2002]
Sie alle [die großen Südstaatendynastien] leiden noch immer an der Niederlage gegen die Yankees im amerikanischen Bürgerkrieg, […] weil sie als Moralisten die geistige Demütigung, die der militärischen folgte, nicht hinnehmen wollen[…]. [Die Zeit, 01.09.1989, Nr. 36]
Als einer der ersten engagierte sich in dieser Sache O. Brownson[…], ein echter Yankee, der gegen die »irische Vorherrschaft in der Kirche« agierte, oft exzentrisch und starrköpfig, aber einer der bedeutendsten Geister des amerikanischen Katholizismus im 19. Jh.[…] [o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000, S. 11595. Zitiert nach: o. A.: Die Kirche in der Gegenwart, Freiburg i. Br. u. a.: Herder 1971]
Die amerikanische Historiographie, die in Neu-England ihren Ursprung nahm und der Verherrlichung des Yankees in erster Linie diente, hat bis auf diesen Tag für die Geschichte des wichtigen deutschen Bestandteils im Völkergemisch der amerikanischen Nation so gut wie nichts getan. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1929, S. 732]
Der echte, rechte Amerikaner […], der Yankee, wie ich ihm auf meinen Reisen in Asien und Amerika begegnet bin, ist meist nach europäischen Begriffen ein ganz rücksichtsloser Geselle und dabei auf sein »Amörrika« in einer Weise eingebildet, als seien wir in Europa in bezug auf Zivilisation und Komfort meilenweit hinter seinen Landsleuten zurück. [Ehlers, Otto Ehrenfried, Im Osten Asiens, Berlin: Allgemeiner Verein für Deutsche Literatur (Jugendausgabe) 1900 [1896], S. 35]
Kollokationen:
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Yankees aus dem Norden
mit Adjektivattribut: arrogante, verhasste Yankees
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Yankee m. (im Ausland oft geringschätzig gebrauchter) Spottname für den USA-Bürger, übernommen (Ende 18. Jh.) von gleichbed. amerik.-engl. yankee, einem Wort umstrittener Herkunft. Oft als indianersprachliche Umformung von English (über yengee) erklärt. Wahrscheinlicher ist die Herleitung aus einer Deminutivform nl. Janke, Jantje zu Jan als Spitzname für aus den Niederlanden eingewanderte Siedler. Im Amerik.-Engl. zunächst Bezeichnung für Bewohner Neuenglands, später (seit dem Sezessionskrieg) für Bürger der Nordstaaten, danach (20. Jh.) ausgedehnt auf den weißen Bewohner der Vereinigten Staaten, den US-Amerikaner schlechthin.

Thesaurus

Synonymgruppe
Amerikaner · US-Amerikaner · ↗US-Bürger  ●  Yankee  abwertend · Ami  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Dick und Doof · Laurel und Hardy · Stan & Ollie · Stan Laurel und Oliver Hardy
Assoziationen
  • Vereinigte Staaten  ●  ↗USA  Abkürzung, engl., Hauptform · VSA  Abkürzung · Vereinigte Staaten von Amerika  offiziell · (die) Staaten  ugs. · ↗Amerika  ugs. · Amiland  derb · Land der unbegrenzten Dummheit  ugs., abwertend · Land der unbegrenzten Möglichkeiten  ugs., euphemistisch · Neue Welt  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bürgerkrieg Haß Hof Nord Norden Stadion arrogant besiegen verdammt verhaßt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Yankee‹.

Zitationshilfe
„Yankee“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Yankee>, abgerufen am 14.10.2019.

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