Wortgeklingel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungWort-ge-klin-gel
eWDG, 1977

Bedeutung

abwertend effektvolle Formulierungen, die einen Gegenstand, ein Problem nur oberflächlich darstellen
Beispiele:
leeres, schönes Wortgeklingel
solide wissenschaftliche Arbeit ist nicht durch Wortgeklingel zu ersetzen

Typische Verbindungen
computergeneriert

abtun bloß hohl leer rein verbergen üblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wortgeklingel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Wirtschaft insgesamt betrachtet, bleibt es allzu oft jedoch noch bei moralischem Wortgeklingel.
Die Zeit, 08.11.2010, Nr. 45
Und die nachfolgende Diskussion zeichnete sich oft durch lärmendes Wortgeklingel aus.
Die Welt, 08.10.1999
Das klingt kompetent, entlarvt sich allerdings schnell als monströses Wortgeklingel.
C't, 1998, Nr. 11
Bildet nur diese Polemik ihren rationalen Kern und alles andere wäre Wortgeklingel und Arroganz gewesen?
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 1048
War nicht auch die Freundschaft mit Schiller, die man in den empfindsamen Gedichten gefeiert hatte, nur Wortgeklingel in der Manier Klopstocks?
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 30
Zitationshilfe
„Wortgeklingel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wortgeklingel>, abgerufen am 22.10.2019.

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