Wolkenbruch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungWol-ken-bruch (computergeneriert)
WortzerlegungWolkeBruch1
Wortbildung mit ›Wolkenbruch‹ als Erstglied: ↗wolkenbruchartig
eWDG, 1977

Bedeutung

plötzlicher, in großen Tropfen fallender, sehr intensiver Regen
Beispiele:
ein schwerer Wolkenbruch geht, prasselt nieder
die dreitägigen Wolkenbrüche haben zu Überschwemmungen geführt
umgangssprachlich, scherzhaft es klärt sich auf nach einem Wolkenbruch
vulgär Himmel, Arsch und Wolkenbruch! (= verflucht!)

Thesaurus

Synonymgruppe
Platzregen · ↗Regenguss · ↗Regenschauer · ↗Schauer · ↗Sturzregen · Wolkenbruch · wolkenbruchartiger Regenfall  ●  ↗Dusche  ugs. · ↗Guss  ugs. · ↗Husche  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (heftig) regnen (es) · in Strömen regnen (es)  ●  Bindfäden regnen (es)  ugs. · ↗gießen (es)  ugs. · ordentlich was runterkommen (es)  ugs. · ↗pladdern (es)  ugs., norddeutsch · plästern (es)  ugs., ruhrdt. · ↗schiffen (es)  ugs. · ↗schütten (es)  ugs. · wie aus Eimern gießen (es)  ugs. · wie aus Eimern schütten (es)  ugs. · wie aus Kübeln gießen (es)  ugs. · wie aus Kübeln schütten (es)  ugs.
  • Strichregen · strichweiser Regen
  • Starkregen · heftige Regenfälle · heftiger Regen · sintflutartiger Regen(fall)

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blitz Donner Gewitter Hagel Hagelschauer Nieselregen Regen Regenzeit Sturm Sturmböe Unwetter anhaltend anrichten entladen ergießen gewaltig heftig heimsuchen losbrechen niedergehen nächtlich sintflutartig stundenlang tagelang tropisch verwandeln wochenlang Überschwemmung überfluten überschwemmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wolkenbruch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Damals vermutete man hinter jedem Wolkenbruch das Chaos, heute suchen Wissenschaftler allerorten nach verborgenen Knoten.
Die Zeit, 26.02.2004, Nr. 10
Doch der Wolkenbruch dauerte nur kurz, nachtragend war er nicht.
Der Tagesspiegel, 09.05.2003
Durch einen plötzlichen Wolkenbruch nahm die Unterredung ein jähes Ende.
Nöstlinger, Christine: Gretchen Sackmeier, Hamburg: Oetinger 1988 [1981], S. 70
Er floh wie über einsinkende Dämme, unter Wolkenbrüchen, an speienden Vulkanen hin.
Mann, Heinrich: Professor Unrat, Berlin: Aufbau-Verl. 1958 [1905], S. 147
Man sprach über das Wetter, den Wolkenbruch, über die reingewaschenen Palmen im Park der schönen Mädchen.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 918
Zitationshilfe
„Wolkenbruch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wolkenbruch>, abgerufen am 24.10.2019.

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