Wohlbehagen

GrammatikSubstantiv
WorttrennungWohl-be-ha-gen (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

Behagen
Beispiele:
jmdn. ergreift Wohlbehagen
etw. beeinträchtigt jmds. Wohlbehagen
etw. mit sichtlichem Wohlbehagen genießen, betrachten
eine Atmosphäre des Wohlbehagens
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

behagen · Behagen · Wohlbehagen · behaglich · Behaglichkeit · Behäglichkeit
behagen Vb. ‘zusagen, gefallen, angenehm sein’ (meist in der 3. Person), älter auch sich behagen ‘sich wohl fühlen’. Mhd. (be)hagen, asächs. bihagon ‘gefallen, behagen’, mnd. behāgen, mnl. behāghen, nl. behagen, aengl. gehagian, onhagian ‘gefallen, angemessen sein’, anord. haga ‘einrichten, anordnen’, hagar ‘es paßt, ziemt sich’ gehören wohl zu einem starken Verb germ. *hagan ‘schützen, hegen’, wenn dies aus dem Part. Prät. ahd. gihagan ‘gepflegt, genährt’, mhd. behagen ‘frisch, freudig’ erschlossen werden kann. Die weitere Verwandtschaft ist nicht gesichert. Dazu das Verbalsubstantiv Behagen n. ‘geruhsame Zufriedenheit, inneres Wohlbefinden’ (17. Jh.); doch vgl. älteres Wohlbehagen n. ‘Gefallen, Gutdünken’ (15. Jh.), danach, das Simplex verstärkend, ‘Wohlgefallen, Wohlbefinden’ (17. Jh.). behaglich Adj. ‘Wohlbehagen erweckend, empfindend, gemütlich’, älter (mit Umlaut) behäglich (beide Formen bei Goethe), mhd. behagelich, meist behegelich ‘was behagt, wohlgefällig’, mnd. behēgelīk, nl. behaaglijk; Behaglichkeit, Behäglichkeit f. mhd. behegelicheit ‘Wohlgefallen’, mnd. behēgelichēt, nl. behaaglijkheid.

Thesaurus

Synonymgruppe
(das) Wohl und Wehe · ↗Behagen · Wohl · ↗Wohlbefinden · Wohlbehagen · ↗Wohlergehen · Wohlfühlen · ↗Wohlgefühl · ↗Wohlsein

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gefühl Glück bereiten bürgerlich empfinden fressen gewiss körperlich sichtlich verbreiten vermitteln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wohlbehagen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Programme haben allesamt den höchst zweifelhaften Duft von ökonomisch-materiellem Wohlbehagen.
Die Zeit, 16.09.1960, Nr. 38
Und so kommt es, daß die Zeiten sozialliberalen Wohlbehagens wieder beschworen werden.
konkret, 1988
Zwei gemütliche Korbsessel und ein kleiner Tisch machen das Wohlbehagen perfekt.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 57
Mit köstlichem Wohlbehagen dehnten und reckten sich die kleinen Straßenzigeuner in den weichen, sauberen Betten.
Dominik, Hans: John Workmann der Zeitungsboy, Biberach an d. Riss: Koehler 1954 [1925], S. 108
Schnell wurde ein Stück Brot abgesäbelt, unter die Jacke gesteckt und draußen an sicherem Orte mit Wohlbehagen verzehrt.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Zitationshilfe
„Wohlbehagen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wohlbehagen>, abgerufen am 17.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
wohlbehäbig
wohlbegründet
Wohlbefinden
wohlbedacht
wohlauf
wohlbehalten
wohlbehütet
wohlbekannt
wohlbeleibt
Wohlbeleibtheit