Windblattern

GrammatikSubstantiv · wird nur im Plural verwendet
WorttrennungWind-blat-tern (computergeneriert)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pocke · Windpocken
Pocke f. ‘Blatter, (Eiter)bläschen, Pustel’. Mnd. pocke, nd. Pocke dringt im 16. Jh. ins Hd. vor und verdrängt frühnhd. (md.) poche, (obd.) pfoche. Es gehört als Gutturalerweiterung wie aengl. poc, engl. pock, mnl. pocke, nl. pok (mit intensivierender Gemination) im Sinne von ‘Schwellung, Geschwulst’ zur Wurzel ie. *b(e)u-, *bh(e)u-, *b(h)ū- ‘aufblasen, schwellen’ (s. auch ↗Bauch, ↗Bausch, ↗Beule, ↗Beutel, ↗Busen). Der Plural Pocken wird (17. Jh.) Bezeichnung einer gefährlichen, ansteckenden Infektionskrankheit; dafür auch ↗Blattern (s. d.). Windpocken, -blattern Plur. Kinderkrankheit mit Bläschen, die keinen Eiter, dafür gleichsam Luft (Wind) enthalten (18. Jh.).
Zitationshilfe
„Windblattern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Windblattern>, abgerufen am 19.10.2019.

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