Wiebel

WorttrennungWie-bel (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

landschaftlich sehr kleiner, in Getreidesilos lebender Käfer, dessen Larven Getreidekörner von innen auffressen; Kornkäfer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wiebel m. ‘Käfer’, ahd. wibil (9. Jh.), mhd. wibel, asächs. -wivil, mnd. mnl. wevel, aengl. wibil, wifel (daneben auch wibba), engl. weevil, anord. -yfill führen auf germ. *webila- m. ‘Käfer’. Dies ist wohl verwandt mit gleichbed. lett. vabuolis, vabule, lit. vãbalas, so daß ein Anschluß an die Wurzel ie. *u̯ebʰ- ‘sich hin und her bewegen, kribbeln, wimmeln’ möglich ist. Zu dem alten germ. Namen Wiebel entwickelt sich im Dt. schon früh als Synonym ↗Käfer (s. d.). Wiebel wird von diesem im 18. Jh. aus der Schriftsprache verdrängt und bleibt nur in einigen dt. Mundarten erhalten. Vgl. Pfeifer Tiernamen 67 ff. sowie Pfeifer Tiernamen Beiheft 1 (²1966).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jede Familie mit Kindern, die in sein Haus zieht, ist für Wiebel ein Erfolg.
Die Welt, 28.09.2004
Deshalb sollte man die Leute hinter Gitter bringen ", fordert Wiebel heute.
Süddeutsche Zeitung, 23.08.1997
Martin Wiebel sieht durch die Vervielfachung eine Qualitätsanhebung gewährleistet, eine Art biologische Mutation.
Der Tagesspiegel, 01.12.2001
Der Redakteur Martin Wiebel vom WDR hat es nicht vermieden und den Film gemacht.
Die Zeit, 22.04.1983, Nr. 17
Zu genau eingehaltenen Stunden erschien er auf Wiebels Bude, im Fechtsaal, beim Friseur und zum Frühschoppen.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 24
Zitationshilfe
„Wiebel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wiebel>, abgerufen am 24.07.2019.

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