Wespe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wespe · Nominativ Plural: Wespen
Aussprache
WorttrennungWes-pe (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Wespe‹ als Erstglied: ↗Wespenbussard · ↗Wespenfraß · ↗Wespennest · ↗Wespenschwarm · ↗Wespenstich · ↗Wespentaille
 ·  mit ›Wespe‹ als Letztglied: ↗Faltenwespe · ↗Gallwespe
eWDG, 1977

Bedeutung

zu den Hautflüglern gehörendes, der Biene ähnliches, meist schwarzgelbes, stechendes Insekt mit Vorderflügeln, die in der Ruhe der Länge nach zusammengefaltet werden können
Beispiele:
die Wespen können ihren Stachel wieder unversehrt aus der menschlichen Haut ziehen
manche Wespen nagen Früchte an
er ist von einer Wespe gestochen worden
sprichwörtlich es sind die schlechtesten Früchte nicht, woran die Wespen nagen (= es ist nicht gerade das Schlechteste, was von vielen begehrt wird)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wespe f. Der Name des stechenden Insekts ahd. wefsa (8. Jh.), wafs (9. Jh.), mhd. wefse, webse, webze, wespe, asächs. waspa, wepsia, mnd. wespe, wispe, mnl. wespe, nl. wesp, aengl. wæsp, wæps, wæfs, engl. wasp, schwed. (mundartlich) väffs(e), väspe, väss (germ. *wabsō f.) führt mit awest. vawžaka-, abret. guohi, lat. vespa (aus *vopsā), lit. vapsà, russ.-kslaw. osa, russ. osá (оса) ‘Wespe’ auf ie. *u̯obhsā ‘Wespe’, gebildet zu der unter ↗weben (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *u̯ebʰ- ‘weben, flechten, knüpfen, sich hin und her bewegen, wimmeln’. Grundlage des Namens bildet wohl das einem Gewebe ähnliche Nest (s. ↗Wabe). Die in den germ. Sprachen sich entwickelnde Lautfolge -sp- (statt -ps- bzw. -fs-) hat sich wahrscheinlich unter Einfluß von lat. vespa durchgesetzt.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Wespe [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ameise BHC Biene Fliege Honigbiene Hornisse Hummel Käfer Marienkäfer Motte Mücke Nest Orchidee Raupe Schabe Schmetterling Spinne Termite Wanze Wespe Zehlendorfer gemein herumschwirren parasitisch parasitär schwirren stechen verscheuchen verschlucken zustechen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wespe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So kurz vor dem Winter sind Wespen viel aggressiver als sonst.
Bild, 01.10.2004
Wenn man aber gleichzeitig vierzig Stiche bekomme, dann höre man auf, die einzelne Wespe zu beachten.
konkret, 1997
Bei den solitären Wespen kennen wir dies nur in einigen besonderen Fällen.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 235
Große Tiere, dachte John, bewegen sich langsamer als Mäuse oder Wespen.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 14
Ein anderes Mal brachte ich eine Wespe in das Spinnenreich.
Welt und Wissen, 1927, Nr. 2, Bd. 16
Zitationshilfe
„Wespe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wespe>, abgerufen am 17.10.2019.

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