Wergeld

GrammatikSubstantiv
WorttrennungWer-geld (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

historisch
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wergeld n. ‘Manngeld’ (Abgeltung für Totschlag zur Abwendung der Blutrache), ahd. wera-, werigelt (8. Jh.), mhd. wergelt m. n., langobard. wergild (7. Jh.), aengl. wer(e)gild, (latinisiert) mlat. werigeldum n., -geldus m. Es handelt sich um eine Zusammensetzung aus germ. *wera- ‘Mensch, Mann’ (s. ↗Welt) und germ. *gelda- ‘Vergeltung, Entgelt’ (s. ↗Geld). Im Nhd. nur noch in kultur- und rechtshistorischer Verwendung.

Thesaurus

Geschichte, Jura
Synonymgruppe
Compositio · Friedegeld · Manngeld · Wehrgeld · Weregildus · Wergeld · Wiedergeld
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus dieser gemeinsamen Wurzel erklärt sich nach H. auch die angebliche Gleichheit aller germanischen Wergelder.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1936, S. 308
Das Wergeld ist im Mittelalter nur noch den Friesen bekannt.
Fischer, Hermann: Grundzüge der Deutschen Altertumskunde, Leipzig: Quelle & Meyer 1917 [1908], S. 66
Die Zahlungsmittel für Mitgiften, Tribute, Pflichtgeschenke, Bußen, Wergelder z.B. sind oft konventional oder rechtlich eindeutig, aber ohne Rücksicht auf das tatsächlich umlaufende Tauschmittel bestimmt.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 33
Zitationshilfe
„Wergeld“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wergeld>, abgerufen am 17.09.2019.

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