Wecker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Weckers · Nominativ Plural: Wecker
Aussprache
WorttrennungWe-cker (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Wecker‹ als Erstglied: ↗Weckeruhr  ·  mit ›Wecker‹ als Letztglied: ↗Kurzzeitwecker · ↗Reisewecker
eWDG, 1977

Bedeutung

Uhr mit Läutewerk, das zu einer bestimmten Zeit, die man vorher einstellt, ausgelöst wird
Beispiele:
den Wecker (auf 5 Uhr) stellen
den Wecker aufziehen
der Wecker klingelt, rasselt, schrillt
landschaftlich der Wecker läutet
der Wecker tickt laut
salopp, übertragen etw., jmd. fällt jmdm. auf den Weckeretw., jmd. wird jmdm. lästig, unangenehm
Beispiel:
Der Feldwebel, dessen männliches Gebaren der Seiffert zuletzt, wie sie es wörtlich nannte, ›auf den Wecker gefallen‹ war [BöllDienstfahrt73]
salopp, abwertend (große, plumpe) Armbanduhr, Taschenuhr
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wecken · Wecker · aufwecken · erwecken
wecken Vb. ‘wach, munter machen, aus dem Schlaf holen’, ahd. (um 800), mhd. wekken ‘wach machen, erwecken, erregen, beginnen’, asächs. wekkian, mnd. mnl. wecken, nl. wekken, aengl. weccan, anord. vekja, schwed. väcka, got. uswakjan ist Kausativum (germ. *wakjan) zu einem stark flektierenden Verb, resthaft bezeugt in mnl. wiec (Prät.) ‘wachte’, aengl. wacan (Prät. wōc) ‘erwachen, geboren werden’, anord. vakinn (Part. Prät.) ‘wach’. Es ist verwandt mit ↗wachen, ↗Wacht, ↗wacker (s. d.) sowie mit aind. vā́jaḥ ‘Kraft, Stärke, Schnelligkeit, (Wett)kampf, Kampfpreis’, lat. vegēre ‘munter sein, antreiben’, so daß eine Wurzel ie. *u̯eg̑- ‘frisch, stark sein’ anzusetzen ist. Die germ. Bedeutung ‘aus dem Schlaf holen’ ist eine Verengung der umfassenderen ‘wach, munter machen’. Wecker m. ‘Uhr mit Signalwerk’ (17. Jh.), ‘Schlaginstrument zum Aufwecken’ (16. Jh.), ‘wer andere aus dem Schlaf weckt’, mhd. wecker. aufwecken Vb. ‘wach machen, aus dem Schlaf rütteln’ (15. Jh.). erwecken Vb. ‘hervorrufen, erregen, wiederaufleben lassen, inspirieren, wach machen’, ahd. irwecken (8. Jh.), mhd. erwecken.

Thesaurus

Synonymgruppe
Wecker · ↗Weckuhr
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Armbanduhr Batterie Chronograph Klingeln Kunstturner Läuten Nachttisch Olympiasieger Reck Reck-Olympiasieger Schrillen Stoppuhr Taschenrechner Ticken Turn-Olympiasieger Turner Turnolympiasieger Wanduhr Zündvorrichtung batteriebetrieben klingeln klingelnd läuten piepen rasseln schellen schrillen schrillend ticken tickend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wecker‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf jeden Fall können wir auf so einen Wecker gern verzichten.
Bild, 04.10.2003
In fünf Stunden, um 16 Uhr 38, würde der Wecker anfangen zu piepsen.
Kopetzky, Steffen: Grand Tour, Frankfurt am Main: Eichborn 2002, S. 63
Dafür hatte er sich sogar für 17 Uhr 05 einen Wecker gestellt.
Der Tagesspiegel, 26.10.1998
Zum anderen fällt mir meine sonstige Isolation auf den Wecker.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 266
Das möchte ich doch gerne wissen und Deinen Wecker habe ich vergessen.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 19.01.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Wecker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wecker>, abgerufen am 24.08.2019.

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