Warnung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Warnung · Nominativ Plural: Warnungen
Aussprache
WorttrennungWar-nung
Wortbildung mit ›Warnung‹ als Erstglied: ↗Warnungsfahne · ↗Warnungsruf · ↗Warnungsschild · ↗Warnungssignal · ↗Warnungstafel · ↗Warnungszeichen
 ·  mit ›Warnung‹ als Letztglied: ↗Abstandswarnung · ↗Frühwarnung · ↗Gewinnwarnung · ↗Reisewarnung
eWDG, 1977

Bedeutung

Hinweis auf etw. jmdm. Drohendes, auf Gefahr für jmdn.
Beispiele:
eine ernste, eindringliche Warnung
er überhörte alle Warnungen, schlug alle Warnungen in den Wind
Das Zentralkomitee richtete eine ... Warnung an die Arbeiterklasse [Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung9,129]
etw. ist jmdm. eine Warnungetw. ist jmdm. eine Lehre
Beispiele:
das war mir eine Warnung fürs Leben
das soll dir eine Warnung sein
diesen Vorfall lass dir als Warnung dienen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

warnen · Warnung · verwarnen
warnen Vb. ‘von einer drohenden Gefahr unterrichten, zur Vorsicht mahnen’, ahd. warnōn (8. Jh.), warnēn, warnen (9. Jh.), mhd. mnd. warnen ‘sich vorsehen, vorbereiten, rüsten, behüten, schützen’, mnl. warnen, waernen, aengl. war(e)nian, wearnian, engl. to warn, anord. varna stellen sich als Bildungen mit n-haltigem Suffix zu den unter ↗wahren (s. d.) dargestellten Wortformen mit einer Ausgangsbedeutung ‘(sich) vorsehen’. Der heutige Gebrauch entwickelt sich aus bereits ahd. anklingendem ‘auf etw. (eine Gefahr) hinweisen und (zur Verhinderung) ermahnen’. Warnung f. ‘Hinweis auf eine drohende Gefahr’ (16. Jh.), ahd. warnunga (um 1000), mhd. warnunge ‘Vorbereitung, Zurüstung, Schutz, Vorsicht, Achtsamkeit, Hinweis’. verwarnen Vb. ‘mit Strafe drohen’ (2. Hälfte 18. Jh.), älter ‘zurechtweisen, auf eine Gefahr hinweisen’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Mahnung · ↗Vorwarnung · Warnung
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Adresse Anschlag Drohung Gewinneinbruch Mahnung Terroranschlag Trotz Wind ausgesprochen aussprechen beachten beherzigen berechtigen deutlich eindringlich ernst frühzeitig herausgeben ignorieren mißachten rechtzeitig richten schlagen telefonisch unmißverständlich verhallen vorherig wiederholen wiederholt überhören

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Warnung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Scheinbar fühlt er sich nun nicht mehr genötigt, verklausulierte Warnungen zu geben.
Die Zeit, 19.03.2007, Nr. 12
Deshalb war er auch nicht bereit, auf irgendwelche Warnungen zu hören.
Der Tagesspiegel, 29.05.2004
Am Ende haben sich dennoch die Befürworter mit einer - wenn auch leisen - Warnung durchgesetzt.
Der Spiegel, 28.10.1996
Nur wenige Tage später flatterte ihm die dringende Warnung ins Haus.
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 164
Die Erfahrung hat nichts geholfen: kürzlich hat dieselbe Warnung dieselben Folgen gehabt.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 3108
Zitationshilfe
„Warnung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Warnung>, abgerufen am 17.09.2019.

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