Wanne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wanne · Nominativ Plural: Wannen
Aussprache
WorttrennungWan-ne
Wortbildung mit ›Wanne‹ als Erstglied: ↗Wannenbad · ↗wannenartig  ·  mit ›Wanne‹ als Letztglied: ↗Badewanne · ↗Blechwanne · ↗Einbauwanne · ↗Holzwanne · ↗Knipserwanne · ↗Knipswanne · ↗Kupferwanne · ↗Mörtelwanne · ↗Pflanzenwanne · ↗Pförtnerwanne · ↗Plastewanne · ↗Schaffnerwanne · ↗Schmelzwanne · ↗Waschwanne · ↗Zinkwanne · ↗Ölwanne
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
großes, beckenartiges, meist längliches Gefäß zum Baden, Wäschewaschen
Beispiele:
eine weiße, emaillierte, hölzerne, eingebaute Wanne
Wasser in die Wanne laufen, die Wanne volllaufen lassen
in der Wanne sitzen, liegen
umgangssprachlich ich werde jetzt in die Wanne steigen
2.
übertragen Gefäß, das 1 ähnlich ist
Beispiele:
das Viehfutter in die Wanne schütten
eine Wanne zum Einsetzen von Grünpflanzen
das Motorenöl sammelt sich in der Wanne (= das Motorenöl sammelt sich in der Ölwanne)
umgangssprachlich das Orchester sitzt in einer Vertiefung, der sogenannten Wanne [Tageszeitung1956]
landschaftlich, salopp dicker Bauch
Beispiel:
hat der aber eine Wanne!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wanne f. ‘größerer länglicher (Wasser)behälter’, ahd. wanna ‘Getreide-, Futterschwinge’ (9. Jh.), mhd. wanne, auch ‘Wasch-, Badegefäß, länglichrundes Metallgefäß zum Backen’ ist wie mnd. mnl. wan(ne), nl. wan entlehnt aus lat. vannus f. ‘Getreide-, Futterschwinge’. Wort und Sache (ein eirundes Geflecht, aus dem die Spreu durch Hin- und Herschwingen von den Körnern getrennt wird) werden gemeinsam von den Römern übernommen. Da der zunächst geflochtene Behälter auch zum Tragen verwendet wird, bezeichnet Wanne (vereinzelt bereits ahd.) auch einen ‘Korb’, danach überhaupt ein ‘größeres flaches Gefäß aus Metall oder Holz, Zuber’ (11. Jh.), schließlich die ‘Badewanne’ (15. Jh.) mit dem Kompositum badwan (1530), Badewanne (17. Jh.). Vgl. einheimische Bezeichnungen für Spreu aussondernde Geräte wie ahd. winta (8. Jh.), wintwanta, wintworfa (9. Jh.) ‘Worfschaufel’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bottich · ↗Kübel · ↗Tank · ↗Trog · Wanne · ↗Zuber
Synonymgruppe
Badewanne · Wanne
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Armatur Bad Baden Badende Badezimmer Becken Bidet Brause Dusche Eimer Fußende Föhn Fön Kachel Stöpsel Waschbecken Waschtisch Wonne baden eingelassen emailliert ertränken freistehend gefüllt planschen plantschen plätschern wasserdicht wassergefüllt überlaufend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wanne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach dem Bad müssen sie den Rand in der Wanne nicht selbst wegschrubben.
Der Tagesspiegel, 03.03.2001
Statt zwei passte jetzt nur noch eine Person in die Wanne hinein.
Bild, 24.01.2001
Sie können im Zimmer bleiben, aber seine Mutter hat keine Lust mehr, noch einmal in die Wanne zu steigen.
Fries, Fritz Rudolf: Der Weg nach Oobliadooh, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1966, S. 71
Sie möchte doch auch mitmachen, aber dafür ist die Wanne zu klein.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 26.08.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Vorhin habe ich wieder mal eine Wanne voll Geschirr gespült.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 23.03.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Wanne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wanne>, abgerufen am 24.10.2019.

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