Wankelmut, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungWan-kel-mut
WortzerlegungwankenMut
Wortbildung mit ›Wankelmut‹ als Grundform: ↗wankelmütig
eWDG, 1977

Bedeutung

veraltend schwankende Haltung
Beispiel:
er ... beschuldigte sich senilen Wankelmuts [Wasserm.Wahnschaffe2,255]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wankelmut · wankelmütig
Wankelmut m. ‘schwankende, unbeständige, unentschlossene Gesinnung’, mhd. wankelmuot ‘Unbeständigkeit (der Gesinnung und des Willens)’ enthält als erstes Kompositionsglied ein noch im 18. Jh. nachgewiesenes Adjektiv wankel ‘schwankend, unbeständig, unzuverlässig’, ahd. wankal (10. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. wankel, asächs. wankol, aengl. wancol. Dieses gehört mit l-Suffix zu ↗wanken (s. d.), ist also mit verwandtem ↗winken (s. d.) an ie. *u̯eng- ‘gebogen sein’ anzuschließen. Wankelmut wird erst im 17. Jh. geläufig und verdrängt bis dahin häufigeres Wankelmütigkeit f. (15. Jh.). wankelmütig Adj. ‘unbeständig in Gesinnung und Willen’, mhd. wankelmüetic.

Thesaurus

Synonymgruppe
Synonymgruppe
Flatterhaftigkeit · ↗Launenhaftigkeit · ↗Lebhaftigkeit · ↗Sprunghaftigkeit · ↗Unbeständigkeit · ↗Unstetigkeit · ↗Wandelbarkeit · Wankelmut · fehlende Konstanz
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Mut Schwäche Unentschlossenheit

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wankelmut‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wußte sich sich nicht in den Wankelmut der Menge einzuschmeicheln.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 08.03.1907
So viel Unrast und Wankelmut war dem Vater wahrscheinlich zu viel.
Günter de Bruyn, Die Finckensteins: Berlin: Siedler 1999, S. 378
Unentschlossenheit und Wankelmut sind nicht der Ausdruck besserer, sondern mangelnder Erkenntnis.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1957]
Vor bald acht Jahren hatte Peter, über Georgs Wankelmut entrüstet, die Korrespondenz mit ihm kurzerhand abgebrochen und eine Anzahl besorgter Briefe zerrissen.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 44
In Wolken und Winden hausen gewaltige zottige Dämonen von Riesengestalt, voll wilden Trotzes und launischen Wankelmuts, aber unbeholfen und täppisch.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. I,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1884], S. 19957
Zitationshilfe
„Wankelmut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wankelmut>, abgerufen am 25.05.2019.

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