Wamme, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wamme · Nominativ Plural: Wammen
Aussprache
WorttrennungWam-me
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
bei Säugetieren, besonders Rindern und Hunden, zwischen Kehle und Brust herabhängende Hautfalte
Beispiel:
Wer wird ihr [der Kuh] zureden und die Wamme kraulen [Neue dt. Lit.1959]
bildlich
Beispiel:
Die breite Wamme, zu der sich sein [eines Beleibten] Doppelkinn ... ausquoll [TralowNeuhoff65]
2.
salopp Wampe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wampe · Wamme
Wampe Wamme f. ‘fetter Bauch’, bei Rindern und Hunden ‘Hängefalte zwischen Kehle und Brust’, ahd. wamba (8. Jh.), wambo, wamma (Hs. 13. Jh.), mhd. wambe, wampe, wamme ‘Bauch, Mutterleib, -schoß, Bauchteil am Tierfell, tierische Eingeweide’, asächs. wamba ‘Bauch’, mnd. mnl. wamme, nl. wam, aengl. wamb, womb, engl. womb, anord. vǫmb, schwed. (mundartlich) våmb, våmm, got. wamba. Herkunft ungeklärt. Verwandtschaft mit aind. vapā́ ‘Eingeweidehaut, Netzhaut’ ist kaum anzunehmen. Auch Anschluß (mit Nasalierung) an die unter ↗wabbeln (s. d.) dargestellte Wortgruppe im Sinne von ‘Weiches, sich schwankend Bewegendes’ ist zweifelhaft. Vgl. sich die Wampe vollschlagen ‘übermäßig essen’.

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Wölbung im Fels wurde zur Wamme eines Auerochsen, ein Grat zum Widerrist eines Pferdes, ein Loch zum Kuhauge.
Die Zeit, 23.09.1999, Nr. 39
Zitationshilfe
„Wamme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wamme>, abgerufen am 23.09.2019.

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