Wade, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wade · Nominativ Plural: Waden
Aussprache
WorttrennungWa-de
Wortbildung mit ›Wade‹ als Erstglied: ↗Wadenbein · ↗Wadenbeißer · ↗Wadenkrampf · ↗Wadenmuskel · ↗Wadenstrumpf · ↗Wadenverletzung · ↗Wadenwickel
eWDG, 1977

Bedeutung

hinterer, muskulöser Teil des Unterschenkels
Beispiele:
kräftige, stramme, runde, dünne, braune Waden
einen Krampf in den Waden bekommen
der Rock reicht ihr bis zu den Waden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wade f. ‘hinterer Teil des Unterschenkels’, ahd. wado m. (um 800), mhd. wade m., asächs. waðo m., mnd. wade m. ‘Wade’, nl. wade m. f. ‘Kniescheibe, Kniekehle’, anord. vǫðvi m. ‘Muskel’ führen auf einen n-Stamm germ. *waþwan- ‘dickes Fleisch, Muskel’ (woraus ahd. asächs. ‘dickes Fleisch am Unterschenkel, Wade’). Außergerm. Beziehungen sind fraglich. Wenn sich lat. vatāx ‘krumme oder schiefe Füße habend’, vatius ‘krummbeinig’ vergleichen lassen, kann ie. *u̯ā̌t- ‘krümmen, biegen’ zugrunde gelegt werden, wohl Erweiterung einer Wurzel ie. *u̯ā- ‘auseinander’ bzw. ‘auseinanderbiegen, -drehen’, so daß sich für das Germ. als Ausgangsbedeutung ‘Gekrümmtes, Gebogenes’ ergibt. Neben das ursprüngliche Maskulinum treten (im 16. Jh.) feminine Formen (wohl aus dem häufiger gebrauchten Plural neu gebildet), die sich schließlich (vom 18. Jh. an) durchsetzen.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bluterguss Faserriss Fleischwunde Haarriss Krampf Muskelfaser Muskelfaser-Riss Muskelfaserriss Muskelproblem Muskelriss Muskelverhärtung Muskelverletzung Muskelzerrung Oberschenkel Risswunde Schenkel Tritt Verhärtung Zerrung Ziehen beißen laborieren link lädiert massieren stramm tätowieren verhärtet zuziehen zwicken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wade‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der intelligente Schweizer ist mit sich im Reinen, von seinen Waden einmal abgesehen.
Die Zeit, 17.07.2006, Nr. 29
Nach dem Einrenken des Wirbels zwickte es in der Wade.
Bild, 15.12.1997
In dem bis zur Wade reichenden Rock wirkte sie größer und erwachsener.
Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 116
Ich zog mein Messer und stach den Mann in die rechte Wade.
Friedländer, Hugo: Räuberhauptmann Kneißl vor dem Schwurgericht. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 643
Mit den Händen halten wir uns in der Gegend der Waden fest.
Riemkasten, Felix: Yoga für Sie, Gelnhausen: Schwab 1966 [1953], S. 175
Zitationshilfe
„Wade“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wade>, abgerufen am 25.08.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Waddike
Wada
Wad
wacklig
Wackler
Wadenbein
Wadenbeinbruch
Wadenbeißer
wadenhoch
Wadenkrampf