Wähler, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Wählers · Nominativ Plural: Wähler
Aussprache
WorttrennungWäh-ler
Wortbildung mit ›Wähler‹ als Erstglied: ↗Wählerauftrag · ↗Wählerbeschimpfung · ↗Wählergruppe · ↗Wählerinitiative · ↗Wählerliste · ↗Wählerschicht · ↗Wählerstimme · ↗Wählerverband · ↗Wählervereinigung · ↗Wählervertreter · ↗Wählervertreterkonferenz · ↗Wählerverzeichnis · ↗Wählerwille · ↗Wählerwillen · ↗Wählscheibe · ↗wählerisch
 ·  mit ›Wähler‹ als Letztglied: ↗Erstwähler · ↗Jungwähler · ↗Kanalwähler · ↗Nichtwähler · ↗Stammwähler · ↗Wechselwähler
 ·  mit ›Wähler‹ als Grundform: ↗Wählerschaft
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
Teilnehmer an einer Wahl, Abstimmung
Beispiel:
die Mehrheit, Entscheidung der Wähler
2.
Wahlberechtigter
Beispiel:
eine Diskussion der Wähler mit den Kandidaten ihres Wahlkreises
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wählen · Wahl · Wahlverwandtschaft · Wahlspruch · erwählen · Wähler · wählerisch
wählen Vb. ‘(unter mehreren Möglichkeiten) aussuchen, nach eigenem Ermessen bestimmen’, ahd. wellen (8. Jh.), mhd. weln, wel(l)en, anord. velja, schwed. välja, got. waljan ist zu der unter ↗wollen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *u̯el- ‘wollen, wählen’ gebildet. Ahd. wellen (aus germ. *waljan) tritt auch als Infinitiv in das Paradigma des unter ↗wollen behandelten Verbs ein. Wahl f. ‘Möglichkeit, unter mehreren auszusuchen, Bestimmung nach eigenem Ermessen, nach freiem Entschluß’, ahd. wala (9. Jh.), mhd. wal(e), im Genus abweichend anord. val n., schwed. val n.; Bildung zum Verb. Wahlverwandtschaft f. das Bestreben chemischer Stoffe, eine Verbindung einzugehen, ein Übersetzungswort, zuerst (Weigel 1779) für attractio electiva, dann für lat. affīnitas (s. ↗Affinität). Seit Goethe (Die Wahlverwandtschaften 1809) in übertragenem Sinne ‘Verbundenheit in innerer Übereinstimmung’. Wahlspruch m. ‘Motto, Devise’ (1648, Zesen). erwählen Vb. ‘aussuchen, durch Wahl bestimmen’, ahd. irwellen (um 800), mhd. erweln, erwellen. Wähler m. mhd. welære, wel(l)er ‘wer jmdn. in ein Amt wählt’, zuerst von den den König wählenden Kurfürsten. wählerisch Adj. ‘sorgfältig auswählend, schwer zufriedenzustellen, verwöhnt’ (Ende 17. Jh.).

Thesaurus

Politik
Synonymgruppe
Urnengänger · ↗Wahlberechtigte · ↗Wahlvolk · Wähler · ↗Wählerschaft  ●  ↗Stimmbürger  schweiz. · ↗Elektorat  fachspr. · ↗Stimmvieh  derb · Urnenpöbel (meist selbstironisch)  derb · Wahlvieh  derb

Typische Verbindungen
computergeneriert

Drittel Grüne Gunst Mehrheit Mitte Partei Prozent Urne Vertrauen Votum Wählerin abstrafen bürgerlich entscheiden enttäuscht frei honorieren konservativ mobilisieren potentiell potenziell registriert stimmen täuschen unentschieden unentschlossen verschrecken versprechen zurückgewinnen überzeugen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wähler‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Wähler wünschen sich Politiker, die es schaffen, nach einer Wahl eine Regierung zu bilden.
Die Zeit, 14.10.2013, Nr. 41
Die Entscheidung betrifft rund 138000 überwiegend serbische Wähler, die in fremden Städten abstimmen wollten.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1996]
Allerdings können die Wähler die Abberufung nur in Übereinstimmung mit dem zuständigen Ausschuß der Nationalen Front verlangen.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - W. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 21552
Morgen treten die Wähler zur entscheidenden Tat auf den Plan.
Leipziger Volkszeitung, 17.10.1910
Tatsächlich aber hatte er nie Bedenken getragen, die Wähler mit Wahlgeschenken freundlich zu stimmen.
Schwarz, Hans-Peter: Anmerkungen zu Adenauer, München: Deutsche Verlags-Anstalt 2005 [2004], S. 145
Zitationshilfe
„Wähler“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Wähler>, abgerufen am 25.08.2019.

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