Viola, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Viola · Nominativ Plural: Violen
Aussprache
WorttrennungVi-ola · Vio-la
HerkunftItalienisch
eWDG, 1977

Bedeutung

Bratsche
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Viola · Violine
Viola f. ‘Bratsche, Altgeige’, Übernahme (15. Jh.) von gleichbed. ital. viola. Die Etymologie ist nicht gesichert. Am ehesten ist ital. viola, span. vihuela, port. viola, frz. viole auf aprov. viola zurückzuführen, dessen Verbreitung (Instrument und seine Bezeichnung) durch die mittelalterliche provenzialische Liebeslyrik begünstigt sein dürfte und das als Ableitung von aprov. violar ‘die Leier spielen’ (frz. vieller) angesehen wird. Weniger wahrscheinlich ist Verwandtschaft mit lat. vītulārī Vb. ‘einen Siegesgesang anstimmen, frohlocken’ und mlat. vitula, dem Instrument dazu (s. auch ↗Fiedel). FEW 14, 369 ff. denkt letztlich an schallnachahmenden Ursprung. Violine f. ‘Geige’, im 17. Jh. von ital. violino m. ‘Diskantgeige’, einem Deminutivum zu ital. viola f. ‘Bratsche, Altgeige’, entlehnt. Violine erscheint jedoch bereits in den frühesten Belegen mit fem. Genus, außerdem ist im 18. Jh. auch die Form Violin f. oder n. geläufig. Daneben stehen die älteren Bezeichnungen ↗Geige und ↗Fiedel (s. d.).

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Armgeige · ↗Bratsche · Viola · ↗Viole
Oberbegriffe
Assoziationen
Botanik
Synonymgruppe
Veilchen · Viola (dt. Plural Violen)
Oberbegriffe
  • Blume  ●  Blühtrieb  fachspr. · blühender Trieb  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Burg Cello Cembalo Doppelkonzert Fagott Flöte Gambe Geige Harfe Klarinette Klavier Kontrabass Laut Laute Oboe Orchester Posaune Quartett Quintett Schlagzeug Sonata Sonate Streichorchester Theorbe Trompete Viola Violine Violoncello grünen-bundestagsabgeordnet verkleidet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Viola‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Viola wird Sie für den Rest Ihres Lebens begleiten.
Die Zeit, 04.06.2008, Nr. 23
Den müssen Musiker dieses Instruments nun mal duldsam ertragen, denn ihren schlechten Ruf wird die Viola nicht los.
Süddeutsche Zeitung, 10.12.1998
Sie stand einmal auf, holte die Viola und begann zu spielen.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 56
Vor 14 Monaten waren es Stühle, jetzt Violas alberner Ring.
Knef, Hildegard: Der geschenkte Gaul, Berlin: Ullstein 1999 [1970], S. 36
Viola da Gamba und Laute begleiteten das Klavichord und Cembalo, die Laute erscheint oft in der Form der Theorbe.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 12502
Zitationshilfe
„Viola“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Viola>, abgerufen am 15.10.2019.

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