Verwöhnung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungVer-wöh-nung (computergeneriert)
Wortzerlegungverwöhnen-ung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verwöhnen · verwöhnt · Verwöhnung
verwöhnen Vb. ‘zu nachgiebig erziehen, jmdm. jeden Wunsch erfüllen’, mhd. verwenen ‘(in übler Weise) an etw. gewöhnen, verweichlichen, verzärteln’, präfigierte Bildung zu dem Ende des 17. Jhs. untergegangenen Verb wöhnen ‘gewöhnen’, ahd. wennen (um 1000), mhd. wen(n)en (s. ↗gewöhnen). Häufig verwöhnt Part.adj. ‘verweichlicht, verzogen, anspruchsvoll, wählerisch’, mhd. verwenet ‘verwöhnt, bevorzugt, köstlich’. Verwöhnung f. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Verhätschelung · ↗Verweichlichung · Verwöhnung · Verzärtelung
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ein Kind ein Leiden hat, ist doch eine Verwöhnung angemessen?
Der Spiegel, 14.08.2000
Fast jedes kleine Kind hat neben Erlebnissen der Härte auch solche der Verwöhnung.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 273
Aber das Nächstliegende zu tun, gilt vielen schon als "Verwöhnung".
Die Zeit, 12.11.1973, Nr. 46
Da hat sie mir eine ganze Predigt gehalten, daß es nur Verwöhnung wäre, eine so warme Küche oder Stube haben zu müssen.
Viersbeck, Doris: Erlebnisse eines Hamburger Dienstmädchens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 8090
Verwöhnung dagegen erzeugt Fehlverhalten, führt zu Krankheiten und zu hoher Aggressivität.
Der Tagesspiegel, 05.01.2001
Zitationshilfe
„Verwöhnung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Verwöhnung>, abgerufen am 23.05.2019.

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