Verschwendung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungVer-schwen-dung
Wortzerlegungverschwenden-ung
Wortbildung mit ›Verschwendung‹ als Erstglied: ↗Verschwendungssucht · ↗verschwendungssüchtig  ·  mit ›Verschwendung‹ als Letztglied: ↗Energieverschwendung · ↗Platzverschwendung · ↗Ressourcenverschwendung · ↗Wasserverschwendung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verschwenden · Verschwender · Verschwendung · verschwenderisch
verschwenden Vb. ‘unnötig verbrauchen, vergeuden’, ahd. firswenten (um 1000), mhd. verswenden ‘aufbrauchen, verzehren, vernichten, beseitigen’ ist Kausativum (eigentlich ‘verschwinden machen’) zu dem unter ↗verschwinden behandelten Verb (s. ↗schwinden). Daraus entwickelt sich im 15. Jh. ‘leichtsinnig und nutzlos vertun’, in gehobener Sprache auch ‘in überreicher Fülle austeilen, freigebig opfern, spenden’ (17. Jh.). Verschwender m. (15. Jh.). Verschwendung f. ‘unnötiger Verbrauch, Vergeudung’ (15. Jh.); vgl. ahd. firswentī f. ‘Vernichtung’ (11. Jh.). verschwenderisch Adj. ‘leichtsinnig, unbedacht beim Ausgeben (besonders von Geld), in großen Mengen vorhanden, üppig, überreich’ (Mitte 17. Jh.), älter verschwendig und verschwendisch (beide Ende 16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geaase · ↗Gepränge · ↗Luxus · ↗Maßlosigkeit · ↗Prasserei · ↗Prunk · ↗Unmäßigkeit · ↗Vergeudung · Verschwendung  ●  ↗Verschleuderung  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beitragsgeld Einhalt Extravaganz Geiz Ineffizienz Korruption Luxus Missmanagement Mißwirtschaft Prunk Ressource Schlamperei Schlendrian Schwarzbuch Staatsgeld Steuergeld Steuermilliarde Steuermittel Unwirtschaftlichkeit Vetternwirtschaft Volksvermögen anprangern eindämmen geißeln gigantisch maßlos pur sinnlos ungeheuer unverantwortlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verschwendung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und jede Form einer sexuellen Ökonomie der Verschwendung suspekt ist.
Die Welt, 26.03.2005
Verschwendungen von unseren Steuern dieser Art darf es nicht geben.
Bild, 26.09.1997
In dieser Zeit also nicht "stromlos" zu kochen ist ausgesprochene Verschwendung.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 197
In einer solchen Organisation ferner zu wirken, wäre schmähliche Verschwendung unserer besten Kräfte; wir verzichten darauf!
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 3765
Außerdem kostete es nichts, und es wäre Verschwendung gewesen, sich nicht zu betrinken.
Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 179
Zitationshilfe
„Verschwendung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Verschwendung>, abgerufen am 14.10.2019.

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