Verlaub, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungVer-laub (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

veraltend mit Verlaubmit deiner, Ihrer Erlaubnis
Beispiele:
das ist, mit Verlaub (gesagt), Größenwahn
mich hat, mit Verlaub zu sagen, dieser Roman gelangweilt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Verlaub m. ‘Erlaubnis’ (16. Jh.), meist nur in der formelhaften Fügung mit Verlaub (17. Jh.), besonders als Einführung einer freimütigen Bemerkung, mnd. mit vorlōve entsprechend mnd. vorlōf, vorlōft ‘Erlaubnis, Einwilligung, Genehmigung’; vgl. ferner mnl. nl. verlof (woraus engl. furlough ‘Urlaub’). Es handelt sich um Abstraktbildungen zu spätmhd. verlouben, mnd. vorlȫven ‘erlauben, genehmigen’. Nhd. verlauben wird nach dem 17. Jh. von dem mit anderem Präfix gebildeten ↗erlauben (s. d. Weiteres zu Herkunft und Verwandtschaft) verdrängt.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gunst klingen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Verlaub‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich mußte - mit Verlaub - viel Scheiße fressen, bis ich dort stand, wo ich heute bin.
Bild, 24.03.2005
Um die Theorie, mit Verlaub, kann es dabei nicht gehen.
Die Welt, 13.04.2002
Mir steigt es leicht sauer auf, mit Verlaub zu sagen.
Tucholsky, Kurt: An Mary Gerold-Tucholsky, 09.08.1928. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1928], S. 16168
Er habe eben ihren, mit Verlaub, Schwanenhals erwähnt, dessen Wirkung man mit allen Mitteln unterstreichen sollte.
Becker, Jurek: Amanda herzlos, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1993 [1992], S. 208
Wie kam man zu der zweifelhaften Ehre, mit Verlaub zu fragen, Majestät?
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 278
Zitationshilfe
„Verlaub“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Verlaub>, abgerufen am 17.07.2019.

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