Vergeudung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungVer-geu-dung (computergeneriert)
Wortzerlegungvergeuden-ung
Wortbildung mit ›Vergeudung‹ als Letztglied: ↗Kraftvergeudung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

vergeuden · Vergeudung
vergeuden Vb. ‘verschwenden, nutzlos, sinnlos vertun’, mhd. vergiuden, verstärkende Präfixbildung zu dem im Frühnhd. untergegangenen Verb geuden, mhd. giuden, göuden, (md.) gūden ‘prahlen, großtun, Verschwendung treiben, fröhlich sein’; vgl. dazu das Abstraktum mhd. giude ‘Freude, Jubel, Genuß, Verschwendung’. Herkunft ungewiß. Vielleicht im Sinne von ‘den Mund aufreißen’ bzw. ‘geräuschvolle, lauthals geäußerte Freude’ zu der unter ↗gähnen (s. d.) aufgeführten Wortgruppe. Vergeudung f. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geaase · ↗Gepränge · ↗Luxus · ↗Maßlosigkeit · ↗Prasserei · ↗Prunk · ↗Unmäßigkeit · Vergeudung · ↗Verschwendung  ●  ↗Verschleuderung  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitskraft Energie Geld Korruption Kraft Lebenszeit Material Mittel Reichtum Ressource Rohstoff Steuergeld Steuermittel Talent Verschwendung Volksvermögen beklagen gewaltig gigantisch rein sinnlos ungeheuer unverantwortlich vermeiden volkswirtschaftlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Vergeudung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Muß man alle sieben Bände lesen, um der Vergeudung ein Ende zu bereiten?
Die Zeit, 24.11.1997, Nr. 47
Was für eine Vergeudung mit wirtschaftlichen Werten wird hier noch getrieben!
Behrmann, Hermann: Das Inserat, Wien: Barth 1928, S. 9
Insgesamt rechnet der Bund mit einer Vergeudung von rund 30 Milliarden Euro.
Bild, 01.10.2005
Die Natur hat sich auch furchtbar gerächt und hat diese Vergeudung mit Krankheit geschlagen.
Meisel-Hess, Grete: Die sexuelle Krise. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8652
Dieser Zustand bringt nicht nur eine Vergeudung des wenig vorhandenen Baumaterials mit sich, sondern ruft auch Klage über zu wenig Bauhandwerker hervor.
o. A.: 1945. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 4548
Zitationshilfe
„Vergeudung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Vergeudung>, abgerufen am 15.10.2019.

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