Vakanz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Vakanz · Nominativ Plural: Vakanzen
Aussprache
WorttrennungVa-kanz (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1976

Bedeutung

veraltend
1.
das Unbesetztsein einer Stelle
Beispiel:
eine längere Vakanz vermeiden
2.
unbesetzte, freie Stelle
Beispiel:
mehrere Vakanzen haben, melden
3.
süddeutsch, österreichisch Schulferien
Beispiel:
in der großen Vakanz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Vakanz · vakant
Vakanz f. ‘unbesetzte, freie Stelle, das Unbesetztsein, Freiwerden einer Stelle, eines Amtes’, anfangs auch ‘Feiertag(e), Ruhetag(e)’ (heute noch südd. öst. ‘Ferien’), entlehnt (Ende 15. Jh.) aus gleichbed. mlat. vacantia, lat. ‘Befreiung, Entlastung’. vakant Adj. ‘unbesetzt, offen, frei’ (von Stellen, Ämtern), entlehnt (Anfang 17. Jh.) aus lat. vacāns (Genitiv vacantis), dem Part. Präs. von lat. vacāre ‘leer, unbesetzt, entblößt sein, frei (von etw.), herrenlos sein, Zeit, Muße haben, müßig sein’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Stellenangebot · Vakanz · freie Stelle · offene Stelle · unbesetzte Stelle
Synonymgruppe
Job · ↗Stelle · ↗Stellenangebot · ↗Stellenanzeige · ↗Stellenausschreibung · Vakanz
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Besetzung Bischofssitz Falle Gerichtshof Posten Präsidentenamt Präsidentschaft Spitz Staatsamt Stuhl auffüllen ausfüllen beheben besetzen einjährig eintreten entstanden entstehen ergeben füllen lang monatelang personell plötzlich zweijährig Überbrückung überbrücken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Vakanz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Uns reicht es, die moralische Vakanz des Blattes zu sein.
Die Zeit, 12.08.2013, Nr. 32
Eine längere Vakanz will er gerade in diesem Fall nicht in Kauf nehmen.
Süddeutsche Zeitung, 22.04.1995
Es stellte eine konservative Körperschaft mit gallikanischer Tendenz dar, in der Vakanzen durch Zuwahl wieder besetzt wurden.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 2876
Während der Vakanz sind die eigentlichen Träger der römischen Kirche die quasi-metropolitanen Kardinalbischöfe.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 7846
Wann nach der bestandenen Prüfung die Anstellung als Oberförster erfolgt, richtet sich nach den Vakanzen.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 28922
Zitationshilfe
„Vakanz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Vakanz>, abgerufen am 24.05.2019.

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