Ursprung, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ursprung(e)s · Nominativ Plural: Ursprünge
Aussprache
WorttrennungUr-sprung
Wortbildung mit ›Ursprung‹ als Erstglied: ↗Ursprungsland · ↗Ursprungsort · ↗Ursprungssinn · ↗Ursprungszeugnis
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Beginn, Anfang, Ausgangspunkt
Beispiele:
der Ursprung des Lebens
der Ursprung dieser Bräuche ist dunkel
eine Entwicklung bis zu ihren Ursprüngen zurückverfolgen
etw. von seinem Ursprung her verstehen wollen
ein Fremdwort romanischen Ursprungs (= romanischer Herkunft)
Engels legte besonderen Wert darauf, den im Bund der Kommunisten repräsentierten revolutionären Ursprung der deutschen Arbeiterbewegung sichtbar zu machen [Engels-Biographie527]
Entstehung
Beispiele:
Kraterseen sind vulkanischen Ursprungs
Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats [EngelsUrsprungTitel]
2.
Ursache, Grund
Beispiel:
Widersprüche und Konflikte, die ihren Ursprung zum großen Teil in der ökonomischen Rückständigkeit der Mehrzahl dieser Länder ... hatten [Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung14,54]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ursprung · ursprünglich · Ursprünglichkeit
Ursprung m. ‘Anfang, Ausgangspunkt, Entstehung, Herkunft’, ahd. ursprung (Hs. 12. Jh.), mhd. ursprunc ‘das Hervorsprießen, Quelle, Ausgangspunkt’, mnd. or(t)sprunc (mnl. o(o)rspronc, nl. oorsprong sind aus dem Dt. entlehnt) sowie gleichbed. ahd. urspring (9. Jh.), mhd. ursprinc, mnd. ortsprinc sind Abstrakta zu dem im Nhd. untergegangenen präfigierten Verb erspringen, ahd. irspringan (8. Jh.), mhd. mnd. erspringen ‘sprießen, entstehen, entspringen’. ursprünglich Adj. ‘anfänglich, zuerst (vorhanden), einfach, urwüchsig’, mhd. ursprunclich neben ursprinclich, zuerst bei den Mystikern, danach selten; doch seit der Mitte des 18. Jhs. allgemein gebräuchlich. Ursprünglichkeit f. ‘ursprüngliches Wesen, Natürlichkeit’, mhd. ursprunclīcheit (in der Mystik).

Thesaurus

Synonymgruppe
Abstammung · ↗Elternhaus · ↗Geburt · ↗Herkommen · ↗Herkunft · ↗Provenienz · Ursprung  ●  ↗Abkunft  geh. · Wurzeln  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Ursprung  ●  ↗Quelle  fig. · ↗Wurzel  fig. · ↗Quell  geh., literarisch, fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
Anfang · Entstehen · ↗Herkunft · Ursprung · Werden · ↗Zustandekommen
Synonymgruppe
Ursprung  ●  ↗Geburtsstätte  fig. · ↗Wiege  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Böse Christentum Suche Trauerspiel Universum afrikanisch besinnen biblisch biologisch christlich germanisch geschichtlich griechisch göttlich heidnisch keltisch lateinisch mythisch natürlich pflanzlich polar slawisch tierisch verleugnen vulkanisch zurückführen zurückgehen zurückliegen zurückreichen zurückverfolgen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ursprung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Ursprünge der kognitiven Störungen liegen noch weitgehend im Dunkeln.
Der Tagesspiegel, 29.10.2001
Für ihn stellt das Spiel den Ursprung der Kultur dar.
Süddeutsche Zeitung, 22.09.2001
Zuletzt erscheinen an einigen Stellen schwarze Farben, wohl rezenten Ursprungs.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 34509
Einige Feste, die heute noch in der islamischen Welt begangen werden, haben keinen islamischen Ursprung.
Heine, Peter: Fest/Festkalender. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 476
Diese da wollen nicht nachdenken über den Ursprung der natürlichen Dinge.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 253
Zitationshilfe
„Ursprung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ursprung>, abgerufen am 17.10.2019.

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