Universalienstreit, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungUni-ver-sa-li-en-streit
WortzerlegungUniversalieStreit
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

im Mittelalter, besonders in der Scholastik, geführte Diskussion um die Wirklichkeit oder Unwirklichkeit der Universalien in ihrem Verhältnis zu den konkreten Einzeldingen, aus den sie durch Abstraktion gewonnen werden

Typische Verbindungen
computergeneriert

Mittelalter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Universalienstreit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der letzte und bisher auch einzige Universalienstreit ist schon einige Zeit her.
Süddeutsche Zeitung, 04.01.2001
Er entfesselt einen Universalienstreit, und er gerät über dem in den Zweifel.
konkret, 1990
Eine vermittelnde Stellung in dem Universalienstreit nahm der berühmte Abälard ein.
Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie. In: Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 7198
Auch das Mittelalter darf trotz des Universalienstreits nicht auf eine Alternative von A. und E. festgelegt werden.
Knittermeyer, H.: Apriorismus und Empirismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 22508
Seine »Einleitung zu den Kategorien des Aristoteles« (Isagoge) ist als Ausgangspunkt des scholastischen Universalienstreites von größter historischer Bedeutung geworden.
Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 13497
Zitationshilfe
„Universalienstreit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Universalienstreit>, abgerufen am 12.11.2019.

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