Unheil, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Unheils · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungUn-heil
Wortbildung mit ›Unheil‹ als Erstglied: ↗Unheilsbote · ↗Unheilsbrief · ↗unheilbringend · ↗unheildrohend · ↗unheilkündend · ↗unheilverheißend · ↗unheilverkündend · ↗unheilvoll
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben furchtbares, verhängnisvolles Geschehen, Unglück
Beispiele:
ein schreckliches, furchtbares Unheil
die Quelle, Stätte des Unheils
jmdm. droht Unheil
das Unheil brach plötzlich herein, kam über uns
damit begann das Unheil
Unheil (= großen Schaden) anrichten, stiften
der Krieg brachte schweres Unheil (über die Menschen)
ein Unheil zu verhindern suchen
er hat das Unheil geahnt, vorausgesehen, kommen sehen
Unheil wittern
auf Unheil sinnen
von der Ahnung kommenden Unheils überschattet [HartungWunderkinder106]

Thesaurus

Synonymgruppe
Desaster · ↗Unglück · ↗Unglücksfall · Unheil
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • wenn das Unglück bereits geschehen ist · wenn der Schaden bereits eingetreten ist · wenn es (bereits) zu spät ist  ●  wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist  ugs., fig. · wenn der Käse schon gegessen ist  ugs., fig.
Synonymgruppe
Fluch · ↗Geißel · ↗Unglück · Unheil · ↗Unsegen · ↗Unstern  ●  ↗Verhängnis  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bote Heil Unheil Verderben Vorahnung Vorbote abwenden ahnen angerichtet anrichten anstiften aufziehend bannen drohend dräuen dräuend heraufbeschwören heraufziehen heraufziehend hereinbrechen künden nahen nahend schwanen stiften triumphal verhüten voraussehen wittern zusammenbrauen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Unheil‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn für ihn hat das Unheil schon viel früher begonnen.
Der Tagesspiegel, 02.02.2001
Die Politik, da ist er sicher, wird dieses Problem nicht lösen, die Politik richte in religiösen Dingen nur Unheil an.
Süddeutsche Zeitung, 22.12.2000
Vielleicht gelingt es Ihnen noch im letzten Moment, das Unheil abzuwenden.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 201
So lag, unter der Oberfläche, bereits alles bereit für ein großes Unheil.
Haffner, Sebastian: Geschichte eines Deutschen, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1939], S. 64
Man sagte uns, die ganze Stadt sei verschont geblieben, und nur dies eine Haus werde vom Unheil heimgesucht.
Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 994
Zitationshilfe
„Unheil“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Unheil>, abgerufen am 16.10.2019.

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