Unabhängigkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Unabhängigkeit · Nominativ Plural: Unabhängigkeiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungUn-ab-hän-gig-keit (computergeneriert)
Wortzerlegungunabhängig-keit
Wortbildung mit ›Unabhängigkeit‹ als Erstglied: ↗Unabhängigkeitsbedürfnis · ↗Unabhängigkeitsbewegung · ↗Unabhängigkeitserklärung · ↗Unabhängigkeitskampf · ↗Unabhängigkeitskrieg · ↗Unabhängigkeitsstreben
eWDG, 1976

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von unabhängig (Lesart a–c)
entsprechend der Bedeutung von unabhängig (Lesart a)
Beispiele:
das Recht der Völker auf Unabhängigkeit
die politische, wirtschaftliche Unabhängigkeit eines Landes
dieses Volk errang seine, kämpfte um seine Unabhängigkeit
die Unabhängigkeit eines Staates anerkennen
Die Deutsche Demokratische Republik unterstützt die Bestrebungen der Völker nach Freiheit und Unabhängigkeit [Verfassung DDR11]
daß erst mit der Sicherung ihrer ökonomischen Unabhängigkeit die Gleichberechtigung [der Frau] real begründet ist [Neue Justiz1965]
entsprechend der Bedeutung von unabhängig (Lesart b)
Beispiele:
die individuelle, persönliche Unabhängigkeit
die Unabhängigkeit eines Junggesellen
die Unabhängigkeit (= unbeeinflusste Eigenständigkeit) der Entscheidung, des Urteils
sein Bedürfnis nach Einsamkeit und nach Unabhängigkeit [HesseSteppenw.4,229]

Thesaurus

Synonymgruppe
Freiheit · Unabhängigkeit · ↗Ungebundenheit · ↗Ungezwungenheit  ●  ↗Independenz  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Beweglichkeit · ↗Mobilität · Unabhängigkeit
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • räumliche Mobilität · territoriale Mobilität
Assoziationen
Synonymgruppe
Autonomie · ↗Selbstbestimmtheit · ↗Selbstverwaltung · ↗Souveränität · Unabhängigkeit
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Achtung Autonomie Bundesbank Erlangung Freiheit Gewährung Integrität Jahrestag Justiz Neutralität Notenbank Referendum Selbstbestimmung Souveränität Wahrung Zentralbank bewahren entlassen erlangen garantieren gewährleisten journalistisch kämpfen national redaktionell respektieren richterlich sichern staatlich wahren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Unabhängigkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Forschung sehe ich da aber nicht infrage gestellt.
Die Zeit, 18.08.2013, Nr. 04
Andere Kritiker der Regierung verwiesen darauf, daß es in letzter Zeit für die oppositionelle Presse immer schwieriger geworden sei, ihre Unabhängigkeit zu bewahren.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1996]
Gerade die ökonomische Unabhängigkeit der Frau haben Sie doch oft gepriesen.
Brückner, Christine: Wenn du geredet hättest, Desdemona, Frankfurt a. M.: Ullstein 1986 [1983], S. 99
Die von Gott herrührende »Freiheit« mußte ein Christ in Handlungen verwirklichen, in seiner Unabhängigkeit von dieser Welt.
Nitschke, August: Frühe christliche Reiche. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7296
Diese relative Unabhängigkeit lässt sich weitgehend für die verschiedensten Leistungen dartun.
Goldstein, Kurt: Der Aufbau des Organismus, Den Haag: Nijhoff 1934, S. 133
Zitationshilfe
„Unabhängigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Unabhängigkeit>, abgerufen am 25.04.2019.

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