Umbruch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Umbruch(e)s · Nominativ Plural: Umbrüche
Aussprache
WorttrennungUm-bruch (computergeneriert)
Grundformumbrechen
Wortbildung mit ›Umbruch‹ als Erstglied: ↗Umbruchphase · ↗Umbruchsetappe · ↗Umbruchszeit · ↗Umbruchzeit
 ·  mit ›Umbruch‹ als Letztglied: ↗Zeilenumbruch
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
grundlegende (gesellschaftliche) Veränderung, Umwandlung, (revolutionäre) Umwälzung
Beispiele:
mit dem Sieg der Oktoberrevolution hat sich ein welthistorischer Umbruch vollzogen
ein Umbruch in den Naturwissenschaften, im Bildungswesen, im Denken der Menschen
wir leben in einer Zeit des permanenten technischen Umbruchs
2.
Druckerei Einteilung des Schriftsatzes in Seiten oder Spalten
Beispiele:
ein Werk auf Umbruch setzen
den Umbruch (fertig)machen
3.
Ergebnis von 2
Beispiel:
den Umbruch korrigieren

Thesaurus

Synonymgruppe
Austausch · ↗Transition · Umbruch · ↗Wandel · ↗Wandlung · ↗Wechsel · ↗Übergang
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Umbruch · ↗Umschwung · ↗Umwälzung · drastische Veränderungen  ●  Verwerfungen  fig.
Oberbegriffe
  • geschichtliches Ereignis
Assoziationen
Synonymgruppe
Umbruch · ↗Verwerfung · ↗Wandel · ↗Änderung
Assoziationen
Synonymgruppe
Chaos (gesellschaftlich) · Umbruch · Wirren · chaotische Zustände

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitswelt Aufbruch Epoche Parteienlandschaft Phase Wirre befinden demographisch dramatisch eingeleitet einleiten epochal fundamental gesellschaftlich gewaltig gravierend greifend historisch kulturell personell politisch radikal revolutionär strukturell technologisch tiefgreifend total vollziehen weltpolitisch wirtschaftlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Umbruch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einen sehr viel größeren Umbruch aber gibt es jenseits des Rasens.
Der Tagesspiegel, 05.07.2004
Die Welt wurde globalisiert und zwischen den Umbrüchen gestaltete man sich das eigene Zuhause sinnlich, romantisch, warm.
Süddeutsche Zeitung, 27.11.2002
Aber freilich barg dieser »Umbruch« zugleich eine Fülle von Problemen in sich.
Bracher, Karl Dietrich: Zusammenbruch des Versailler Systems und zweiter Weltkrieg. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 18943
Er kam aus dem niederen Adel und versuchte in einer Zeit sozialen Umbruchs die Stellung der herrschenden Klasse zu bewahren.
o. A.: Lexikon der Kunst - K. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 20191
Zwischen 1908 und 1910 erfolgt ein entscheidender Umbruch in seiner Entwicklung.
Hübner, Herbert: Alfano. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 22299
Zitationshilfe
„Umbruch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Umbruch>, abgerufen am 16.07.2019.

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