Ulk, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ulk(e)s · Nominativ Plural: Ulke · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Ulk‹ als Erstglied: ↗Ulkmacher  ·  mit ›Ulk‹ als Letztglied: ↗Bierulk · ↗Studentenulk
eWDG, 1976

Bedeutung

(lärmender) Spaß, lustiger Unfug
Beispiele:
ein köstlicher Ulk
(einen) Ulk machen
(seinen) Ulk mit jmdm. treiben
sich [Dativ] einen Ulk erlauben
etw. nur aus Ulk sagen, tun
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ulk · ulken · verulken · ulkig
Ulk m. ‘lärmender Spaß, lustiger Unfug’, seit dem 17. Jh. bezeugtes, in nd. und md. Mundarten heimisches, dann durch die Studentensprache im 19. Jh. im oben angeführten Sinne bekannt gewordenes Substantiv, vgl. mnd. ulk ‘Lärm, Unruhe, Händel’. Es ist, wie vielleicht auch norw. (mundartlich) alka ‘Händel anfangen’, schwed. (mundartlich) ulka ‘girren, keifen’, eine Bildung lautnachahmenden Ursprungs. ulken Vb. ‘Ulk machen, spaßen’, verulken Vb. ‘verspotten, veralbern’ (beide 19. Jh.). ulkig Adj. ‘spaßig, komisch, lustig, seltsam’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Coup · ↗Streich · Ulk · gelungener Streich
Unterbegriffe
  • Aufstand aus den eigenen Reihen · Überraschungscoup in der Führungsebene  ●  ↗Palastrevolution  fig.
Synonymgruppe
Eulenspiegelei · ↗Nonsens · ↗Schildbürgerstreich · ↗Spaß · Ulk · lustiger Streich  ●  ↗Schabernack  Hauptform · ↗Schnurre  veraltet · Spass  österr. · ↗Clownerie  geh. · ↗Drolerie  geh. · Döneken (Rhein., Plural Dönekes)  ugs. · ↗Eselei  ugs. · ↗Fez  ugs. · ↗Flachs  ugs. · ↗Hanswurstiade  ugs. · ↗Jokus  ugs. · ↗Jux  ugs. · ↗Posse  geh. · ↗Schnack  ugs., norddeutsch · ↗Schnurrpfeiferei  geh., veraltet · ↗Schote  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Scherz · Ulk · ↗Witz  ●  ↗Gag  engl. · ↗Joke  engl.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blatt Klamauk Satire Spaß verbuchen üblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ulk‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das registrierte bisher keiner der dort auftretenden Künstler, so hat es auch noch niemand zu einem Ulk verarbeitet.
Die Welt, 21.08.2001
Ulke: Das kann man für die Technik ohne Einschränkung mit Ja beantworten.
Die Zeit, 27.02.1987, Nr. 10
Er war bekannt dafür gewesen, Ulk für Ernst zu nehmen.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 392
Ob ein Ulk, wie wir ihn unternahmen, schon vorgekommen war, bezweifle ich.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7710
Sobald aber die Sache handgreiflich wird, spürt man den Ulk.
Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964 [1931], S. 31
Zitationshilfe
„Ulk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Ulk>, abgerufen am 20.05.2019.

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