Tumba, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Tumba · Nominativ Plural: Tumbas
Aussprache
WorttrennungTum-ba
HerkunftSpanisch
eWDG, 1976

Bedeutung

mit den Händen zu schlagende große Trommel lateinamerikanischen Ursprungs für moderne Tanzmusik und Unterhaltungsmusik

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber seine skandinavische Nervenstärke ließ Tumba beim Kampf mit sturen Funktionären nie im Stich.
Die Zeit, 23.08.1991, Nr. 35
Neben Löw ruht unter einer Tumba die Frau des jüdischen Primas Baschewi.
Süddeutsche Zeitung, 11.11.1997
In der Regel wird der Tote als Lebender auf der Tumba aufgebettet in der zur Entstehungszeit des Grabmals typ.
o. A.: Lexikon der Kunst - G. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 15773
Nach Passieren der Ortschaft des Jumben, des Dorfältesten, Tumba kommen wir an unser heutiges Ziel zum Jumben Likoko.
Scherbening, Otto von: Safari. In: Exotische Jagdabenteuer, Reutlingen: Enßlin & Laiblin 1927 [1926], S. 10
Wem Inzest Wurst war, der war bei bei "Compré una pala en Ikea para cuvar mi tumba" aus Madrid richtig.
Die Welt, 21.01.2003
Zitationshilfe
„Tumba“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Tumba#1>, abgerufen am 22.09.2019.

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Tumba, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Tumba · Nominativ Plural: Tumben
Aussprache
WorttrennungTum-ba
HerkunftLatein
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2017

Bedeutungen

1.
sarkophagähnliches Grabmal (Lesart 1 u. 2), dessen Deckplatte meist mit einem in Stein gehauenen Bildnis des Beigesetzten geschmückt ist
Beispiele:
Die westliche Vorhalle [des Merseburger Doms] birgt das uralte Taufbecken aus der romanischen Neumarktkirche und unter anderem die Tumba des Ritters von Hagen, die dem Naumburger Meister oder seiner Werkstatt zugeschrieben wird. Da liegt kein starrer Toter, sondern vielmehr ein Lebender im Schlaf. [Süddeutsche Zeitung, 27.08.2014]
In der Regel wird der Tote als Lebender auf der Tumba […] in der zur Entstehungszeit des Grabmals typ. Kleidung und mit seinen Standesabzeichen dargestellt. [o. A.: Lexikon der Kunst – G. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 11044]
Am 23. Juni 1947 konnte die marmorne Tumba an alter Stelle [im Bamberger Dom] wieder aufgebaut und die Gebeine von Clemens II. ohne Gewänder beigesetzt werden – in das einzige Papstgrab nördlich der Alpen. [Welt am Sonntag, 06.12.2015, Nr. 49]
Von großer Bedeutung ist ebenfalls das […] Doppelgrabmal für Graf Gerhard II. von Sayn und seine Gemahlin Elisabeth von Sierck [in der Zisterzienserkirche Marienstatt im Westerwald]. Auf der ehemals von der Kirchenmauer verdeckten Seite der Tumba wurden vorzüglich erhaltene mittelalterliche Malereien entdeckt. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.04.1998]
Dazu [zu der Burg Querfurt] gehört die Kirche auf dem Burghof mit der in gotischer Zeit errichteten Tumba (freistehendes Grabmal) des Grafen Gebhard XIV. [Berliner Zeitung, 06.05.1988]
2.
katholische Kirche Attrappe (Lesart 1) eines auf einer Totenbahre stehenden Sarges, die zur Totenmesse in der Kirche (Lesart 1) aufgestellt wird
Beispiele:
394 Jahre nach ihrer Gründung zählt die Erzbruderschaft [bei der Kirche St. Peter in München] wieder mehr als 600 Mitglieder, überwiegend Frauen. Prozessionen finden auch nach Todesfällen statt. Dann geleiten die Brüder und Schwestern die Seelen ins Jenseits, indem sie hinter einer »Tumba« herziehen; so heißen goldene Sargattrappen unter reich verzierten Baldachinen. [Süddeutsche Zeitung, 11.06.2003]
Johann merkte wieder, daß er bei Predigten an etwas anderes dachte. Er fing an zu zählen, ob auf dem Moosteppich um die Tumba herum tatsächlich einundsiebzig Kreuze und Kerzen standen. [Walser, Martin: Ein springender Brunnen, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998, S. 77]
»Dort drüben, Monsieur, ist der Opferstock«, gab der Küster stoisch zurück. »Sie entschuldigen – aber ich muß noch die Tumba für das morgige Requiem richten.« [Langgässer, Elisabeth: Das unauslöschliche Siegel, Hamburg: Claassen 1959 [1946], S. 336]
Zitationshilfe
„Tumba“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Tumba#2>, abgerufen am 22.09.2019.

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