Truhe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Truhe · Nominativ Plural: Truhen
Aussprache
WorttrennungTru-he
Wortbildung mit ›Truhe‹ als Letztglied: ↗Fernsehtruhe · ↗Gefriertruhe · ↗Holztruhe · ↗Kleidertruhe · ↗Koffertruhe · ↗Konzerttruhe · ↗Korntruhe · ↗Kühltruhe · ↗Musiktruhe · ↗Radiotruhe · ↗Schatztruhe · ↗Tiefkühltruhe · ↗Wärmetruhe · ↗Wäschetruhe · ↗Zeitschriftentruhe
eWDG, 1976

Bedeutung

kastenartiges Möbelstück mit (gewölbtem) Deckel zum Aufbewahren von Gegenständen, besonders von Kleidungsstücken und Wertsachen
Beispiele:
eine alte, große, dunkle, geschnitzte Truhe
eine Truhe mit Kleidern, Bettzeug, Briefen, Familienpapieren
In einer Truhe von Ebenholz bewahrte sie goldene Schaumünzen, seltene Talerstücke [G. KellerGr. Heinrich4,52]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Truhe f. ‘längliche, mit Deckel verschließbare hölzerne Kiste’, ahd. truha (10. Jh.), mhd. truhe ‘Lade, Kiste, Schrank, Sarg’ stellt sich (mit grammatischem Wechsel von h und g) zu dem unter ↗Trog (s. d.) behandelten Substantiv und ist wie dieses als ‘Behälter aus Holz’ an den unter ↗Teer (s. d.) dargestellten Ansatz ie. *deru-, *dreu-, *drū- ‘Baum’, eigentlich wohl ‘Eiche’, anzuschließen. Dazu gehören auch ↗treu und ↗Trost (s. d.). Truhe, ursprünglich ein obd. Wort, wird noch im 18. Jh. in Norddeutschland als fremd empfunden.

Thesaurus

Synonymgruppe
Kiste · ↗Lade · Truhe  ●  ↗Schapp  ugs., regional · ↗Schrein  geh.
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dachboden Deckel Kamin Kasten Kiste Kommode Mosaik Möbel Schatz Schrank Schublade Sessel Stuhl Wäsche antik aufbewahren bemalt eisenbeschlagen eisern gefüllt geschnitzt gotisch hölzern kostbar kramen verschlossen verstaubt verstauen verziert wühlen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Truhe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihnen fehle das Holz, eine Truhe zu bauen, in der so ein Buch verwahrt werden könnte.
Die Zeit, 04.03.2002, Nr. 09
Jetzt will er die Truhe bergen, aber dafür nicht den kompletten Garten umgraben.
Bild, 08.08.1998
Er richtete sich von der Truhe, über die er noch gebeugt war, auf.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 36
Sie machte sich aus den einen so wenig wie aus den anderen und schloß nach dieser freundlichen Demonstration alles zusammen wieder in die Truhe ein.
Bücherl, Wolfgang: Das Haus der Gifte, Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1963, S. 160
Die Truhe klaffte, weil ebenfalls von unordentlicher Hand darinnen gekramt war.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 6125
Zitationshilfe
„Truhe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Truhe>, abgerufen am 19.08.2019.

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