Troubadour, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Troubadours · Nominativ Plural: Troubadoure/Troubadours
Aussprache
WorttrennungTrou-ba-dour
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1976

Bedeutung

historisch Sänger und Dichter des 12. bis 13. Jahrhunderts im südfranzösischen Kulturgebiet
bildlich
Beispiel:
scherzhaftSie will Balzac als ihren Liebhaber, als ihren Troubadour [St. ZweigBalzac341]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Troubadour m. provenzalischer Minnesänger des 12.–14. Jhs., Übernahme (17. Jh.) von gleichbed. frz. troubadour, aprov. trobador, eigentlich ‘Erfinder’, zu aprov. trobar ‘finden, erfinden, ein Lied schaffen, komponieren’. In der Umgangssprache (seit 19. Jh.) auch scherzhaft-spöttisch ‘Sänger’.

Thesaurus

Geschichte, Musik
Synonymgruppe
Minnesänger  fachspr. · Trobador  fachspr. · Troubadour  fachspr., franz.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Barde · keltischer Dichter · keltischer Sänger

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gedicht Inszenierung Liebe Lied Melodie Minnesänger Musketier Stretta Tradition Troubadour besingen inszenieren mittelalterlich modern provenzalisch singen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Troubadour‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sowohl bei den französisch-katalonischen Troubadours wie bei den deutschen Minnesängern beherrschte das Frauenlob die lyrische Aussage.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 8827
Über das Leben des Troubadours ist uns sehr wenig bekannt.
Gennrich, Friedrich: Bernart de Ventadorn. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 7190
An dem Werk der romanischen Troubadours und des deutschen Minnesangs ist die Antike nur in geringen Spuren wahrzunehmen.
Gigon, Olof: Das hellenische Erbe. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 8159
Andere Forscher haben gemeint, der Troubadour dichte ausschließlich, um seine Geschicklichkeit vorzuführen.
Dombois, H.: Ehe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 7226
Die Playboys sind so mausetot wie die Musketiere oder Troubadoure.
Bild, 11.11.2002
Zitationshilfe
„Troubadour“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Troubadour>, abgerufen am 14.11.2019.

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