Triebfeder, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungTrieb-fe-der (computergeneriert)
WortzerlegungTriebFeder2
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben (innere) treibende Kraft, Antrieb
Beispiel:
Ehrgeiz, Hass, Eifersucht war die (starke, mächtige, geheime, eigentliche) Triebfeder seiner Handlungen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Trieb · triebhaft · Triebfeder · Triebkraft · Triebwagen
Trieb m. ‘(innere) antreibende Kraft, Schößling’, mhd. -trip (Genitiv -tribes) (in übertrip) ‘das Treiben des Viehs, Viehweide’, ablautende Abstraktbildung zu dem unter ↗treiben (s. d.) behandelten Verb, älteres ↗Trift (s. d.) im Hd. verdrängend. In seinen Verwendungen dem Gebrauch des Verbs folgend, zufrühst (heute noch landschaftlich) ‘das Treiben von Vieh’ (erhalten in Auftrieb zur Alm, Abtrieb von der Alm), auch ‘Weideland, Weiderecht’ und ‘kleines Triebrad’, ‘Eifer, Energie’ (1. Hälfte 16. Jh.), ‘maschineller Antrieb’ (Anfang 17. Jh.), ‘innerer Drang, Antrieb, Lust’ (Ende 17. Jh.), ‘Wachstum einer Pflanze, Sproß, Schößling, geschlechtliches Verlangen, Instinkt, das Treiben von Wild (bei einer Jagd), Abschnitt einer größeren Treibjagd’ (18. Jh.). triebhaft Adj. ‘sinnlich, leidenschaftlich’ (um 1900), älter ‘frisch, lebhaft, kräftig, blühend’ (Anfang 18. Jh.). Triebfeder f. ‘treibende Feder im Uhrwerk’, übertragen ‘innere treibende Kraft, Antrieb’ (18. Jh.), anfangs vereinzelt auch Treibfeder. Triebkraft f. ‘vorantreibende Kraft, Wachstumskraft in einer Pflanze’ (18. Jh.), zuvor Treibkraft (Mitte 17. bis Anfang 19. Jh.). Triebwagen m. ‘Schienenfahrzeug mit eigenem Antrieb’ (Anfang 20. Jh.), zuvor (Ende 19. Jh.) ‘mit einem Motor getriebener Wagen’, vgl. Triebkraftwagen für ‘Automobil’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Treibkraft · ↗Triebkraft · treibende Feder · treibende Kraft  ●  ↗Motor  fig. · Triebfeder  fig. · ↗Zugmaschine  fig. · ↗Zugpferd  fig.
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Antriebsfeder · Triebfeder

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktienkursus Aufschwung Boom Ehrgeiz Eigennutz Eitelkeit Export Ganze Geldgier Globalisierung Handeln Handlunge Hausse Innovation Kursgewinn Nationalismus Neid Neugier Neugierde Schaffen Streben Tun alleinig eigentlich entscheidend geheim hauptsächlich mächtig wesentlich wichtig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Triebfeder‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Triebfeder bleibt dabei der Export, die inländische Nachfrage entwickelt sich weiter schwach.
Die Welt, 09.11.2005
Das war dann auch eine Triebfeder für uns, dorthin zu ziehen.
Der Tagesspiegel, 23.11.2003
Die Triebfeder dieses unsteten Lebens lag durchaus nicht deutlich zutage.
Seidel, Ina: Das Wunschkind, Frankfurt a. M. u. a.: Ullstein 1987 [1930], S. 67
Die Liquidation der Aufklärung und die Folgen der Französischen Revolution waren die Triebfedern.
Sucker, W.: Konvertiten. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 20266
Ökonomische und sexuelle Interessen waren nach der realistischen Auffassung des Meisters die grundlegenden Triebfedern des menschlichen Handelns.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1916-1919], S. 441
Zitationshilfe
„Triebfeder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Triebfeder>, abgerufen am 21.07.2019.

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