Tremolo, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Tremolos · Nominativ Plural: Tremolos/Tremoli
Aussprache
WorttrennungTre-mo-lo (computergeneriert)
HerkunftItalienisch
eWDG, 1976

Bedeutung

Musik
1.
durch schnelle Wiederholung desselben Tones besonders bei Streichinstrumenten und beim Klavier hervorgerufenes Beben, Zittern des Tones
2.
(fehlerhaftes) Beben der Stimme beim Gesang
Beispiel:
Er singt in feuchtem Eifer / Vom deutschen Gaudio; / Es wackelt ihm der Kneifer / Bei jedem Tremolo [WeinertZwischensp.17]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tremolo · tremolieren
Tremolo n. leichtes Vibrieren der Singstimme auf demselben Ton, rasches („zittriges“) Wiederholen eines Tones bei Streich- und Blasinstrumenten, Übernahme (18. Jh.) von gleichbed. ital. tremolo m., zu ital. tremulo Adj. ‘zittrig’, tremolare ‘beben, zittern’, woraus tremolieren Vb. (19. Jh.). Zugrunde liegen lat. tremulus ‘zitternd’ und lat. tremere ‘(er)zittern’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arpeggio Geige Glissando Stimme Streicher Thriller Trompetenton Vibrato begleiten dramatisch emotional leicht leise moralisch pathetisch patriotisch singen tragisch verfallen verkünden zittern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tremolo‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bald wird alte iranische Musik umverwandelt zu variantenreichem Rock, bald steigert sich ekstatischer Gesang im Tremolo empor.
Süddeutsche Zeitung, 04.05.2004
Mit wutschnaubendem Tremolo dröhnte es aus einem Südstaat gen Norden.
Die Zeit, 28.11.1969, Nr. 48
Der Gesang ist ein Langhinziehen einzelner Töne, oder ein langes Tremolo.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1958. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1958], S. 639
Die M. wird mit Plektron im Tremolo gespielt oder auch gezupft.
o. A.: M. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 21192
Man vernahm den Bogenstrich, das Tremolo des Griffes, das süße Gleiten von einer Lage in die andere.
Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 738
Zitationshilfe
„Tremolo“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Tremolo>, abgerufen am 16.10.2019.

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