Treibriemen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungTreib-rie-men (computergeneriert)
WortzerlegungtreibenRiemen1
eWDG, 1976

Bedeutung

Technik endloser Riemen aus Leder, Gummi oder Kunststoff zum Übertragen einer Drehbewegung
Beispiel:
Treibriemen dienen zum Antrieb von Transmissionen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Riemen1 · Treibriemen
Riemen1 m. ‘Lederstreifen, Band, Gürtel’, ahd. riomo (9. Jh.), mhd. rieme, asächs. riomo, mnd. rēme, mnl. rieme, nl. riem, aengl. rēoma (westgerm. *reumōn-) führen als Bildungen mit dem Suffix ie. -men- (wohl im Sinne von ‘abgerissener Hautstreifen’) mit verwandtem aind. ru-, rav- ‘zerschlagen, zerschmettern’, lat. ruere ‘aufreißen, wühlen, scharren’, rutrum ‘Spaten, Hacke, Kelle’, mir. rūam ‘Spaten, Grabscheit’, lit. ráuti ‘reißen, raufen, mit der Wurzel ausreißen’, aslaw. ryti, russ. ryt’ (рыть) ‘graben, wühlen’, anord. rȳja ‘Wolle abpflücken’ auf die Wurzel ie. *reu-, *reu̯ə- ‘aufreißen, graben, aufwühlen, ausreißen, raffen’ (s. auch ↗Raub, ↗raufen, ↗rauh, ↗roden). Treibriemen m. ‘endloser Riemen aus Leder, Gummi, Kunststoff zum Übertragen einer Drehbewegung’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Zahnrad ledern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Treibriemen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um ein Haar wäre von der Transmission ein Treibriemen abgesprungen.
Die Zeit, 20.11.1964, Nr. 47
Und plötzlich brach er ab, riß er ab, schroff wie ein springender Treibriemen.
Lenz, Siegfried: Heimatmuseum, Hamburg: Hoffmann und Campe 1978, S. 44
Die Kriegsmaschine wurde zusätzlich neue Treibriemen erhalten, durch die sie in Bewegung gebracht werden kann.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1963]
Diese laufen wie Treibriemen mit 800 Fuss Schnelligkeit in der Minute durch die Räume des Speichers und nehmen das unablässig auf sie herabströmende Getreide mit.
Francke, Alexander: Fünf Wochen im Osten der Vereinigten Staaten und Kanadas, Bern: A. Francke 1913, S. 81
Futter für den Moloch Rußland, Treibriemen für den Motor der Weltrevolution.
Konsalik, Heinz G.: Der Arzt von Stalingrad, Hamburg: Dt. Hausbücherei 1960 [1956], S. 158
Zitationshilfe
„Treibriemen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Treibriemen>, abgerufen am 19.07.2019.

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