Trüffel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Trüffel · Nominativ Plural: Trüffeln
Aussprache
WorttrennungTrüf-fel
Wortbildung mit ›Trüffel‹ als Erstglied: ↗Trüffelschwein  ·  mit ›Trüffel‹ als Letztglied: ↗Sommertrüffel
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
unter der Erde wachsender, wertvoller, knollenförmiger Schlauchpilz
Beispiele:
beim Festmahl gab es Trüffeln in Scheiben
die Soße mit Trüffeln würzen
Die braune Leberpastete von pechschwarzen Trüffeln durchsetzt [J. RothRadetzkymarsch188]
2.
(kugelförmige) Praline, die mit einer festen, aber noch geschmeidigen Masse gefüllt ist
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Trüffel f. zu den Schlauchpilzen gehörender Schwamm mit eßbaren unterirdischen Fruchtkörpern, entlehnt (18. Jh.) aus frz. trufle, einer älteren Nebenform von gleichbed. mfrz. frz. truffe (afrz. trufe, trufle ‘Spötterei’), das seinerseits aus aprov. trufa ‘Trüffel, Spötterei’ stammt. Dieses setzt osk.-umbr. *tūfer fort, vgl. spätlat. tūfera, eine Variante von lat. tūber ‘jeder (natürliche oder krankhafte) Auswuchs, Buckel, Beule, Geschwulst, Knorren, Wurzelknolle, Erdschwamm’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Artischocke Auster Barolo Carpaccio Champignon Entenstopfleber Gänseleber Gänseleberpastete Gänsestopfleber Hummer Jakobsmuschel Kaviar Leberpastete Marzipan Morchel Nudel Pasta Praline Risotto Roquefort-Käse Roquefortkäse Sellerie Steinbutt Steinpilz Stopfgansleber Tagliatelle Trüffel gehackt gehobelt hobeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Trüffel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Stolz erzählte er, daß es ihm geglückt sei, Trüffeln zu züchten.
Der Tagesspiegel, 21.12.1998
Was sind die Geheimnisse von weißem Trüffel, und worauf muss man achten?
Die Welt, 15.12.2000
Die Weiße Trüffel ist etwas weiter verbreitet, aber weniger geschätzt als die Schwarze Trüffel.
Ulbrich, Eberhard: Essbar oder giftig?, Berlin: Grüne Post 1937, S. 24
Aber es hat nur bedingte Richtigkeit, denn das Gedeihen von Trüffeln läßt sich nicht kommandieren, und allen Zuchtversuchen widersetzen sie sich beharrlich.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 168
Barbara also betrug sich musterhaft und dankte dem Fürsten sogar aus freien Stücken für die Trüffeln.
Flake, Otto: Scherzo. In: ders., Lichtenthaler Allee, Gütersloh: Mohn 1965 [1935], S. 294
Zitationshilfe
„Trüffel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Trüffel>, abgerufen am 20.10.2019.

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