Tränke, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Tränke · Nominativ Plural: Tränken
Aussprache
WorttrennungTrän-ke (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

Wasserstelle, an der das Vieh, Wild trinkt, getränkt wird
Beispiele:
die Kühe, Schafe, Ziegen, das Vieh zur Tränke treiben
kein Löwe schlägt an der Tränke ein anderes Tier [FusseneggerAntlitz192]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tränken · Tränke · ertränken
tränken Vb. ‘zu trinken geben’, ahd. (9. Jh.), mhd. trenken, asächs. drenkian, mnd. mnl. nl. drenken, aengl. drencan, engl. to drench, anord. drekkja, schwed. dränka (‘ertränken’), got. dragkjan, Kausativum (eigentlich ‘trinken machen, zu trinken geben’) zu dem unter ↗trinken (s. d.) behandelten Verb. Tränke f. ‘Stelle, an der Tiere trinken können’, ahd. trenka (9. Jh.), trenkī (10. Jh.), mhd. trenke. ertränken Vb. ‘zum Ertrinken bringen’, ahd. irtrenken (9. Jh.), mhd. ertrenken.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Bar · ↗Bierkeller · ↗Kneipe · ↗Lokal · ↗Schankwirtschaft · ↗Schenke · ↗Schänke · ↗Wirtschaft  ●  Bierpalast  veraltet · ↗Dorfkrug  norddeutsch · ↗Gaststätte  Hauptform · ↗Pub  engl. · ↗Stampe  berlinerisch · Taferne  veraltet · Tafernwirtschaft  veraltet · ↗Taverne  veraltet · Tavernwirtschaft  veraltet · ↗Beisel  ugs., ostösterreichisch · ↗Beiz  ugs., schweiz. · Boaz (Tirol, vereinzelt)  ugs. · Boiz (Neckarraum)  ugs., selten · ↗Bumslokal  ugs., abwertend · ↗Gasthaus  ugs., südösterreichisch · ↗Kaschemme  ugs., abwertend · ↗Pinte  ugs., ruhrdt., veraltend · ↗Schuppen  ugs., abwertend · ↗Schwemme  ugs. · ↗Spelunke  ugs., abwertend · Spunte (Graubünden)  ugs. · ↗Tanke  ugs. · Tränke  ugs. · ↗Wirtshaus  ugs., österr., bair.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fluß Füttern Kuh Pferd Tier Vieh füllen treiben trotten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tränke‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man kann jemanden zur Tränke bringen, zum Trinken kann man ihn nicht zwingen.
Die Zeit, 01.05.1987, Nr. 19
Das heißt, sie können Rinder 28 Stunden fahren - mit einstündiger Pause -, ohne Futter und Tränke.
Süddeutsche Zeitung, 03.04.1997
Vor dem Absetzen müssen die Kälber an das Tränken gewöhnt werden.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 384
Das Tränken unmittelbar nach dem Genusse des Grünfutters begünstigt ebenfalls das Aufblähen.
Die Landfrau, 20.06.1925
Die Kavallerie hätte ihre Pferde teils zur Tränke geführt, teils hätten sie ungesattelt gestanden.
Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45222
Zitationshilfe
„Tränke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Tränke>, abgerufen am 21.05.2019.

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