Toxin, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Toxins · Nominativ Plural: Toxine
Aussprache
WorttrennungTo-xin
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Toxin‹ als Letztglied: ↗Aflatoxin · ↗Antitoxin · ↗Autotoxin · ↗Bakterientoxin · ↗Botulinumtoxin · ↗Digitoxin · ↗Ektotoxin · ↗Endotoxin · ↗Ergotoxin · ↗Homotoxin · ↗Hämotoxin · ↗Ichthyotoxin · ↗Leukotoxin · ↗Mykotoxin · ↗Neurotoxin · ↗Phytotoxin · ↗Pikrotoxin · ↗Schlangentoxin · ↗Zootoxin · ↗Zytotoxin
 ·  mit ›Toxin‹ als Grundform: ↗toxisch
eWDG, 1976

Bedeutung

Medizin von Bakterien, Pflanzen, Tieren abgeschiedener Giftstoff
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Toxikum · Toxikologie · toxikologisch · toxisch · Toxin
Toxikum n. ‘Gift’, Übernahme (um 1700, anfangs auch Toxicon) in die Sprache der Medizin von lat. toxicum, toxicon, griech. toxikón (τοξικόν) ‘(Pfeil)gift’, substantiviertem Neutrum von griech. toxikós (τοξικός) ‘zu Pfeil und Bogen gehörig’, zu griech. tóxon (τόξον) ‘Bogen, Geschoß, Pfeil’. Toxikologie f. ‘Lehre von den Giften und ihrer Wirkung auf den Organismus’ (um 1800). toxikologisch Adj. (2. Hälfte 19. Jh.). Aus den vorgenannten Wörtern gewinnt sich die Fachsprache der Medizin das Kompositionselement Toxi- (vor Vokalen Tox-) im Sinne von ‘Gift-, giftig’ und bildet Fachausdrücke wie Toxalbumin ‘pflanzlicher Eiweißstoff mit Giftwirkung’ (19. Jh.), Toxämie ‘Zersetzung des Blutes durch Giftstoffe’, Toxidermie ‘Hautausschlag infolge Gifteinwirkung’ (20. Jh.), mit deutscher Endung toxisch Adj. ‘giftig’ (20. Jh.) sowie (mit der zur Bildung von Substanzbezeichnungen üblichen Nachsilbe -īn) Toxin n. ‘Giftstoff bakterieller, pflanzlicher oder tierischer Herkunft’ (etwa 1888).

Thesaurus

Synonymgruppe
Toxin · wasserlöslicher Giftstoff
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Nephrotoxin · Nierengift

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antikörper Ausrüstung Bakterie Bakterium Enzym Erreger Gen Medikament Mikroorganismus Trägermittel Virus Waffe Wirkstoff Wirkung Zweck bakteriell bilden binden enthalten freisetzen gebildet neutralisieren produzieren produziert tödlich verursachen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Toxin‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine solche Entstehung legt bereits der Name nahe, denn unter Toxinen verstehen die Wissenschaftler besonders von Bakterien oder anderen niederen Lebewesen gebildete Giftstoffe.
o. A. [cu]: Saxitoxin. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1987]
Ab 60 bis 70 Grad werden die Keime und ihre Toxine zerstört.
Die Zeit, 06.02.2012, Nr. 06
Das dafür verantwortliche Toxin konnte ein belgischer Mikrobiologe erstmals 1897 isolieren.
Der Tagesspiegel, 11.05.2003
Bei intravenöser Einverleibung ist das Toxin sogar noch zehnmal wirksamer.
Bücherl, Wolfgang: Das Haus der Gifte, Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1963, S. 105
Neben den abgestorbenen Keimen bleiben aber noch ihre gesundheitsschädlichen Toxine und auch Viren, Pilze und Sporen.
Süddeutsche Zeitung, 14.03.2000
Zitationshilfe
„Toxin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Toxin>, abgerufen am 13.11.2019.

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