Totengericht, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
WorttrennungTo-ten-ge-richt (computergeneriert)
WortzerlegungToteGericht2
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Religion
a)
(göttliches) Gericht im Jenseits über einen Verstorbenen
b)
(göttliches) Gericht am Weltende

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Tribunal, denn um so eins handelt es sich, erinnert in seiner ernsten Stimmung an ein antikes Totengericht.
Süddeutsche Zeitung, 21.08.2002
Ob der König auf Erden gerecht war oder nicht, würde beim Totengericht den Ausschlag geben.
Wilson, John A.: Ägypten. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 6107
Am Ende dieses ersten Lebens, zusammen mit dem sterblichen Leib, erscheint die Seele im Totengericht, um Rechenschaft zu geben über ihre Lebensführung auf Erden.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 2669
Die Demokratisierung des exklusiven Binsengefildes war eine Frage der Zeit und der Moralisierung durch das Totengericht.
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2001
Deshalb wird im Totengericht auch das Herz des Verstorbenen, als Sitz seiner Sinne, gegen die M. aufgewogen.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 23295
Zitationshilfe
„Totengericht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Totengericht>, abgerufen am 15.10.2019.

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