Torte, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Torte · Nominativ Plural: Torten
Aussprache
WorttrennungTor-te
Wortbildung mit ›Torte‹ als Erstglied: ↗Tortenboden · ↗Tortenheber · ↗Tortenplatte · ↗Tortenschaufel · ↗Tortenspritze · ↗Tortenstück · ↗Törtchen
 ·  mit ›Torte‹ als Letztglied: ↗Biskuittorte · ↗Buttercremetorte · ↗Buttercrèmetorte · ↗Cremetorte · ↗Crèmetorte · ↗Hochzeitstorte · ↗Nusstorte · ↗Obsttorte · ↗Quarktorte · ↗Sachertorte · ↗Sahnetorte · ↗Sandtorte · ↗Schokoladentorte
eWDG, 1976

Bedeutung

runder, aus mehreren Schichten bestehender, aus den verschiedensten Teigen in einer blechernen Form gebackener, feiner Kuchen mit Füllungen aller Art, oft mit einer Glasur und mit eingemachten Früchten garniert
siehe auch Törtchen
Beispiele:
eine Torte backen, garnieren
Kaffee und Torte im Café bestellen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Torte · Törtchen · Tortelette · Tortelett
Torte f. ‘rundes, mehrschichtiges Feingebäck mit Füllung und Garnierung’ (Anfang 16. Jh., bis ins 18. Jh. auch Tarte, Turte, Dorte), niederrhein. tarte (15. Jh., vgl. mnl. taerte, nl. taart), entlehnt aus gleichbed. afrz. mfrz. tarte, tartre (frz. tarte) und afrz. torte ‘grobes Gebäck, grobes (rundes) Brot’, mfrz. tourte ‘Fleisch-, Fischpastete’ (frz. tourte auch ‘Gebäck mit Früchten oder Konfitüre’, ferner ‘Ölkuchen’), teilweise vielleicht auch aus ital. torta ‘grobes oder süßes Gebäck, Kuchen, Torte’. Die roman. Formen gehen auf spätlat. tōrta ‘flaches rundes Brot’ (afrz. tarte, tartre wohl zusätzlich beeinflußt von spätlat. *tartarum ‘angebackene Kruste’, eigentlich ‘Weinstein’, vgl. mlat. tartarum ‘Weinstein’, spätlat. tartarālis ‘mit Weinstein eingerieben’) zurück, dessen Herleitung unsicher ist. Eine Deutung ‘gewundenes Gebäck’ als substantiviertes Femininum des Part. Perf. von lat. torquēre (tortum) ‘drehen, wenden, winden, martern’ (s. ↗Tortur) leuchtet semantisch ein, setzt aber eine Sonderentwicklung von lat. o (vor r mit nachfolgendem Konsonanten) zu vlat. ō voraus; vgl. FEW 13, 2, 113. Corominas 4, 510 f. nimmt dagegen spätlat. Übernahme von kontrahiertem griech. *tōrtídion (*τὠρτίδιον) bzw. *tartídia (*τἀρτίδια) aus griech. tó artídion (τὸ ἀρτίδιον) ‘das kleine Brot’, Plur. tá artídia (τὰ ἀρτίδια), an. Törtchen n. ‘kleines, rundes oder viereckiges, mit Früchten, Creme oder Quark gefülltes Feingebäck’ (Mitte 19. Jh.). Tortelette f. heute meist Tortelett n. ‘Törtchen, kleiner Mürbeteigboden zum Füllen’ (Anfang 19. Jh.), nach mfrz. frz. tartelette, tourtelette, afrz. tartelete ‘Törtchen’ (vgl. afrz. tortelet, mfrz. tourtelet ‘kleines rundes Gebäck, kleines Brot’).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kuchen · Torte
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Käsekuchen · ↗Quarkkuchen  ●  ↗Quarktorte  schweiz. · Topfenkuchen  österr.
  • Aufläufer · Fettpfützenkuchen · Huckelkuchen · Platzkuchen · Prophetenkuchen · Thüringer Platz
  • Breikuchen · Schmandkuchen · Schmierkuchen
  • Kalte Pracht · Kalte Schnauze · Kalte Torte · Kalter Hund · Kalter Igel · Kekstorte · Kellerkuchen · ↗Lukullus · Schokosalami · Schwarzer Hund · Schwarzer Peter · Wandsbeker Speck
  • Pflaumenkuchen · ↗Zwetschenkuchen · ↗Zwetschgenkuchen  ●  Prommetaat  rheinisch · Prummekooke  rheinisch · Prummetaat  rheinisch · Pruumetaat  rheinisch · Quetschekuche  saarländisch, hessisch · Zwetschgendatschi  bair., badisch · Zwetschkendatschi  österr. · Zwetschkenfleck  österr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anschneiden Anschnitt Dessert Gebäck Kerze Kirsche Konditor Konditorei Kuchen Pastete Praline Sahne Sahnehäubchen Schlagsahne Süßspeise Törtchen Verzehr Zuckerguß anschneiden backen bewerfen dreistöckig gebacken hausgemacht hereintragen lecker selbstgebacken tiefgekühlt verdrücken verzieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Torte‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihre fantasievollen Torten mit persönlicher Note haben auch viel Geschmack.
Die Welt, 13.03.2004
Er hofft auf einen ähnlichen Erfolg wie bei den essbaren Fotos auf den Torten.
Der Tagesspiegel, 08.10.2002
Vielleicht habe ich die Torte erst ein paar Jahre später bekommen.
Bachmann, Ingeborg: Malina, Gütersloh: Bertelsmann 1992 [1971], S. 13
Die Zeit der schweren Torten und der kunstvoll dekorierten Kuchen ist vorbei.
Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 132
Ich werde zuerst an meine Gläser denken, damit wir viele Torten backen können.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 08.05.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Torte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Torte>, abgerufen am 19.07.2019.

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