Topp, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Topps · Nominativ Plural: Toppe/Toppen/Topps
Aussprache
Wortbildung mit ›Topp‹ als Erstglied: ↗Toppsegel · ↗topplastig
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Seemannssprache Spitze, oberstes Ende eines Mastes
Beispiele:
eine Flagge im Topp führen
über die Toppen flaggen (= alle Flaggen setzen)
vor Topp und Takel (= ohne Segel) treiben
2.
salopp oberster, billigster Rang im Theater
Beispiel:
sie saßen oben auf dem Topp
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Topp m. ‘Mastbaumspitze’, scherzhaft auch ‘oberster Rang, Galerie (im Theater)’, aus dem Nd. in die Literatursprache aufgenommen (um 1700); vgl. mnd. top ‘Zopf, äußerste Spitze, höchstes Ende, Baumwipfel’, nd. Topp. Zur Herkunft s. die hd. Entsprechung ↗Zopf.

Typische Verbindungen
computergeneriert

flaggen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Topp‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Toppen kann man das gar nicht mehr, jetzt gilt es, die Erfolge zu bestätigen.
Die Welt, 23.02.2002
Mit zusammengebissenen Zähnen heißte er das diffuse Signal über die Toppen.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 129
So, „über die Toppen geflaggt“, mit Gästen an Bord, fährt es die Elbe hinunter.
Die Zeit, 09.02.1959, Nr. 06
Du hast im Asyl eine Ecke, ein eisernes Bett, eine Decke und einen alten blechernen Topp!
Tucholsky, Kurt: Asyl für Obdachlose! In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1928], S. 21039
Mit allen Segeln im Topp steuerten wir unter frischer Brise nach Süden.
Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 163
Zitationshilfe
„Topp“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Topp>, abgerufen am 27.06.2019.

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